"Meldung" Der positive Laborbefund geht elektronisch oder per Fax im Gesundheitsamt Coburg ein. Das Team "Meldung" erfasst all diese Befunde und kann so auch die Fallzahlen generieren, die täglich veröffentlicht werden.

"Indexermittlung" Hier kommt dann auch das Team Indexermittlung - darunter sind vor allem Ärzte für die medizinischen Fragen der infizierten Personen - ins Spiel. Sie nehmen Kontakt zu den positiv getesteten Personen auf, fragen Symptome, Symptombeginn, etc. ab. Wie Helmut Herrmann. Das sogenannte "infektiös-seit-Datum" wird ermittelt, die Quarantänezeit errechnet und die Dokumente an die Indexperson versendet. Haushaltsmitglieder werden sofort in Quarantäne gesetzt und zu einem Test zwischen dem fünften und siebten Tag ihrer Quarantänezeit aufgefordert. Die restlichen Kontaktpersonen gibt die infizierte Person in der ihr zugeschickten Liste an.

"Infopoint" Diese kommt dann, mehr oder weniger ausgefüllt, nach einiger Zeit wieder im Sammelpostfach des Gesundheitsamtes an, welches das Team "Infopoint" bearbeitet. Dazu gehört zum Beispiel Marcel Feyler: "Bei manchen Listen müssen wir nochmal hinterher telefonieren. Manche haben von ihren Kontaktpersonen zum Beispiel nur eine Telefonnummer, aber weder Postanschrift noch eine Mailadresse."

"Kontaktpersonen-Ermittlung" Sind die Daten der Kontaktpersonen da, übernimmt das Team "Kontaktpersonen-Ermittlung". In der Regel werden die Kontaktpersonen, die bereits von der positiv getesteten Person informiert wurden, dann schriftlich, vorzugsweise per E-Mail, kontaktiert. "Das hängt davon ab, wie viele Fälle zu ermitteln sind", sagt Marcel Feyler. Anfangs wurden die Kontaktpersonen noch angerufen, irgendwann war dies aufgrund der hohen Zahlen dann kaum noch machbar. Eine E-Mail an die Kontaktpersonen erwies sich als der schnellere Weg. "So ein Telefonat dauert ja auch um die 30 Minuten. Wenn dann Fälle aus Einrichtungen, wie einer Schule eingehen, hängen da oftmals 80 Kontaktpersonen dran. Und wenn man an einem Tag mehrere Schulklassen hat, ist man ganz schnell im hohen dreistelligen Bereich an Kontaktpersonen, die informiert werden wollen. Das ist an einem Tag gar nicht zu schaffen", ergänzt Andrea Porske, die sich hauptsächlich um Fälle in Schulen und Kitas kümmert.