Itzgrund — Die Gemeinde Itzgrund steht finanziell auf gesunden Füßen. Dies berichtete Bürgermeister Werner Thomas (SPD) während der letzten Gemeinderatssitzung.
Erfreulich sind die erwarteten Gewerbesteuereinnahmen von 223 663 Euro, die Einkommensteuer 860 000Euro und Schlüsselzuweisungen von 896 000 Euro. 549 000 Euro können vom Verwaltungshaushalt dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Besonders erfreut zeigte sich der Bürgermeister, dass 528 000 Euro zur freien Verfügung stehen.
Auch fürs kommende Jahr wird mit einem ähnlichen Überschuss gerechnet. An größeren Ausgaben stehen an: Ersatzbeschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges für die Wehr in Schottenstein für 112 000 Euro, Tiefbaumaßnahmen im Gemeindebereich für 310 000 Euro, Straßenneubauten im Gemeindegebiet für 180 000 Euro und dem Breitbandausbau im gesamten Gemeindebereich für 950 000 Euro. Für das "schnelle Internet" ist eine Investitionszuweisung in Höhe von 760 000 Euro zu erwarten.
Bedauert wurde, dass die beiden Geldinstitute ihre Geschäftszeiten verringern. Die Banken wollen jedoch täglich kurzzeitig für die Einwohner Schalterstunden einführen.

Der Rundfunk kommt

Am 15. Mai 2015 führt die Bayernrundfahrt des Bayerischen Rundfunkes auch durch den Gemeindebereich. Die Einwohner sollen informiert werden, um die Radler dann begrüßen zu können.
Keine Einwände gab es gegen den Bebauungsplanentwurf der Nachbargemeinde Großheirath. Die Gemeinde will auch die Aktion "Pro Asyl" unterstützen, damit die zu erwartenden Flüchtlinge positiv empfangen werden.
Die Firma Stefan Carl, Lohof, will einen mobilen Stall für 1500 Legehennen errichten. Der mobile Stall kann dann abwechselnd an fünf verschiedenen Standorten aufgestellt werden. Gegen dieses Vorhaben wurden keine Einwände vorgebracht.
Die Arbeitsgruppe gemeindliches Energiekonzept wird in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung ein gemeindliches Energiekonzept erstellen.
Mit neun gegen vier Stimmen wurde nach einer kurzen Diskussion, die weitere Zusammenarbeit mit dem "Europäischen Fonds für ländliche Entwicklung" gekündigt. Bürgermeister Werner Thomas befürwortete die Beibehaltung der Mitgliedschaft.

Vorteile durch EU-Projekte

Er meinte zwar, dass dieser Fonds nur großen Projekte mit Kosten von drei bis fünf Millionen Euro nutze, aber Itzgrund mit den gemeldeten Projekten des Landkreises und der Stadt Coburg auch seinen Nutzen habe.
Im Landkreis sind das "Gerätemuseum Ahorn" und die Nutzungsänderung des ehemaligen Firmengebäudes "Wagner" in Untersiemau und in der Stadt die Gestaltung des Geländes "Güterbahnhof", als Förderprojekte angemeldet worden.
In seiner Zusammenfassung betonte der Bürgermeister Thomas, dass die Arbeit im Rathaus im Jahr 2014 nicht immer leicht gewesen sei, aber erfolgreich beendet werden konnte. hst