Am Eingang zur Galerie im Saal in Eschenau könnte man sich derzeit die Frage stellen: Warum steht hier mit der ehernen Schlange solch ein alttestamentarisches Motiv?

Zum Ursprung: Moses stellte die eherne Schlange auf, um sein Volk vor den tödlichen Bissen der feurigen Schlangen zu schützen. Eine Plage war über das israelitische Volk hereingebrochen, da es Götzen dienlich war.

Einen ursächlichen Zusammenhang heute mit "Götzenverehrungen", dem "Konsum über alles", und dem Coronavirus herzustellen, "wäre dumm und naiv", meint der Galerist Egon Stumpf. "Aber die Folge einer Besinnung auf das, was wir wirklich und unbedingt brauchen und nach welchen Regeln wir miteinander leben wollen, wäre doch nicht unsinnig."

Die eherne Schlange vor der Galerie im Saal und der Äskulapstab sind zumindest assoziativ miteinander in Verbindung zu bringen. Der Äskulapstab als Zeichen der Verpflichtung der Medizin, Menschenleben zu retten, kann auch in einer Lage wie der Corona-Krise überzeugend helfen. Für diese Hilfe dankt die Galerie im Saal. red