von unserem Redaktionsmitglied 
Daniel Ruppert

Bamberg — Die DJK Don Bosco Bamberg hat die jüngsten Rückschläge in Seligenporten (1:6) und gegen Burglengenfeld (0:4) weggesteckt und sich ein wenig Selbstvertrauen für die anstehenden Partien der Fußball-Bayernliga Nord in Hof (4.) und gegen Großbardorf (3.) geholt. Im Derby bei der SpVgg Jahn Forchheim gab es ein 1:1 (0:1.


Don Bosco anfangs zu passiv

Zunächst ließ sich die Mannschaft von Trainer Gerd Schimmer die klaren Niederlagen anmerken. "Wir waren viel zu passiv und sind zurecht in Rückstand geraten", meinte der Coach über den sehenswerten Schuss des Ex-Frohnlachers Firrat Güngör, der sein erstes Tor für den Jahn erzielte (33. Min.). Weitere Chancen ließ das Spitzenteam der vergangenen Jahre allerdings ungenutzt. "Wir haben es versäumt, uns einen größeren Vorsprung herauszuspielen", haderte sein Gegenüber Michael Hutzler.
Erst mit der Hereinnahme von Dominik Schütz zu Beginn der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt. Bei den Gastgebern schlichen sich Ballverluste ein, sie machten die Räume plötzlich eng, anstatt die Breite des Platzes an der Jahnstraße zu nutzen. "Wir haben leider nicht so weitergespielt", kritisierte Hutzler, der froh war, als der Schiedsrichter nach 90 Minuten abpfiff. Weniger froh über einen Pfiff des Unparteiischen war DJK-Coach Schimmer, als Schütz vom letzten Forchheimer Feldspieler gehalten wurde, zwar weiterlief, aber dadurch von einem anderen Gegenspieler eingeholt und vom Ball getrennt wurde. "Der Schiri hat nur Gelb gegebene, obwohl es aus meiner Sicht eine Notbremse war", meinte der 46-Jährige.


Schütz glänzt auch als Joker

Sein bester Torschütze des Aufstiegsjahres erfüllte seine Joker-Rolle, die er aufgrund von Prüfungsstress und mangelnder Fitness einnahm, dennoch. Nach einer Freistoß-Hereingabe von Marco Schmitt köpfte Schütz seinen vierten Treffer dieser Spielzeit (60.). "Ich hoffe, er hat sein Tief überwunden", sagte Schimmer.
Verzichten muss der Coach allerdings weiter auf Markus Fischer, der seit der Partie gegen Burglengenfeld über muskuläre Probleme klagt. "Bei solchen Verletzungen kann man nie genau sagen, wie lang es dauert", erklärt Schimmer. Zwar müsse sich die DJK mit dem Gedanken anfreunden, dass die Klasse womöglich nur über die Relegation gehalten werden kann, doch ganz chancenlos sieht Schimmer seine Mannschaft gegen die beiden Spitzenteams an den kommenden Wochenenden nicht: "Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung."