Wer lernen möchte, die hübschen Hummeln im Garten besser zu unterscheiden, hat jetzt Gelegenheit dazu: Der BN ruft auch in diesem Jahr wieder zur Mitmachaktion "Hummelhotline" auf. Das Projekt des Bundes Naturschutz und des Instituts für Biodiversitätsinformation e.V. (IfBI) läuft ab jetzt bis Ostermontag.

Mitmachen bei der BN-Hummelhotline ist ganz einfach: Über Whatsapp können Fotos von Hummeln mit Postleitzahl und Funddatum an die 0151/18460163 geschickt werden. Das Expertenteam des IfBI bestimmt umgehen die jeweilige Hummelart und sendet eine Antwort zurück. Letztes Jahr beteiligten sich 1800 interessierte Hummelfreunde.

"Mit dem Frühlingsbeginn startet das bayernweite Mitmachprojekt Hummelhotline. Ziel des Projektes ist es, mehr über die verschiedenen Hummelarten in Bayern zu erfahren und die Menschen für die Natur vor der Haustür zu begeistern", so Projektleiterin Martina Gehret. Hummeln gehören zu den Wildbienen. Insgesamt gibt es in Deutschland 41 verschiedene Hummelarten, aber nur sieben können wir häufig in unseren Gärten beobachten. Trotz kühler Temperaturen sind bereits einige Hummeln eifrig an den Blüten unterwegs - der perfekte Zeitpunkt, um die Leitung der Hummelhotline wieder zu öffnen.

"Zum Mitmachen braucht es eigentlich nur ein Handy mit Fotofunktion und WhatsApp", so Martina Gehret. Wer Hummeln entdeckt und wissen will, um welche Art es sich handelt, kann also ein Foto schießen und dieses mit entsprechendem Funddatum und Postleitzahl an die Hummelhotline schicken. Ein Experten-Team bestimmt dann die Hummelart und trägt die unterschiedlichen Funde in eine Karte ein. "Je mehr typische Hummel-Merkmale auf den Fotos abgelichtet sind, desto schneller kann das Hummel-Expertenteam die Art bestimmen", erklärt Gehret. Trotzdem bittet der BN darum, nur maximal drei Fotos pro Nachricht zu schicken, damit die Durchsicht nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt und die Anfrage schnell beantwortet werden kann.

Letztes Jahr beteiligten sich 1800 Menschen und schickten rund 5500 Fotos zur Artbestimmung. Insgesamt wurden 2500 fleißige Hummeln abgelichtet und durch das Hummel-Expertenteam am Standort Ebern bestimmt. Auf Platz eins der am häufigsten gemeldeten Hummelarten landete mit großem Abstand die Erdhummel, danach folgten Ackerhummel und Steinhummel. red