Kronach — Die Kronacher CSU Stadtratsfraktion will die Planungen zum Neubau der Spitalbrücke deutlich reduzieren. Gleichzeitig will sie einen städtebaulichen Ideenwettbewerb zur Entwicklung der Kronacher Innenstadt zwischen Marienplatz und dem Hammersteig ins Leben rufen, das geht aus einer Pressemitteilung der Partei hervor.
Fraktionsvorsitzender Jonas Geissler bekräftigte die Auffassung der Kronacher CSU Stadträte: "Die derzeitigen Planungen zum Neubau der Spitalbrücke sind nicht mehr zeitgemäß. Weder im Punkt Barrierefreiheit noch für die tägliche Verkehrsbelastung entsprechen die Planungen dem tatsächlichen Bedarf. Vor allem in Hinblick auf die Engstelle bei der Spitalkirche müssen wir die Brücke nicht größer bauen als unbedingt notwendig."
CSU-Stadtrat Winfried Lebok erklärte, dass die derzeitigen Planungen auf eine Brückenbelastung für 60 Tonnen ausgerichtet sind. Bereits vor einigen Jahren habe der Stadtrat die Brückenlast reduziert ausgeschildert. Die Zielsetzung war damals klar. Große Lkw sollten aus der Innenstadt ferngehalten werden. "Wenn wir jetzt die Spitalbrücke mit 60 Tonnen ausbauen, ergibt das hinten und vorne keinen Sinn. Faktisch können wir die Brücke mit mindestens zwei Dritteln Tonnage weniger auch bauen", so Lebok.
Ähnlich sah es auch Kronachs Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann: "Wir müssen uns auf das Notwendige konzentrieren." Die Brücke solle konstruktiv einfach und zweckmäßig ausgeführt werden, betonte sie. Wichtig sei, dass die Brücke für Reisebusse ausgelegt sei und Fußgänger und Radfahrer auch bei Schnee und Nässe bequem und gefahrlos passieren könnten.
Die CSU mahnt ganzheitliche Konzepte für die Innenstadt an. Aus diesem Grund wollen die Christsozialen mit der Modifikation der Brückenplanung auch einen Infrastrukturwettbewerb ins Leben rufen. "Wir müssen uns damit beschäftigen, wo künftig Busse fahren. Wir müssen die künftige Anbindung von Parkdeck, VHS Gelände, dem Areal von Berufsschule und KZG prüfen. Und wir brauchen eine nachhaltige Anbindung der geplanten Beamten-FH am Hammersteig zur Innenstadt", erklärte Fraktionsvorsitzender Jonas Geissler.
Um solche Planungen möglichst günstig zu gestalten, möchte die CSU auch mögliche Fördermöglichkeiten geprüft wissen. Dritter Bürgermeister Markus Wich hierzu: "Mit dem Neubau der Spitalbrücke rückt das gesamte Gelände bis zur Beamten-FH zwangsläufig in den Fokus der Stadtplanung. Erst wenn wir wissen, wie sich das Gebiet künftig entwickelt, dürfen wir hohe Einzelausgaben beschließen. Das Kostenargument spielt dabei immer eine Rolle. Gerade in Zeiten knapper Kasse müssen Investitionen immer bedarfsgerecht sein."
CSU-Stadtverbandsvorsit zender Bernd Liebhardt zeigrte sich von der Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes überzeugt: "Die Kronacher Innenstadt hat unglaubliches Potenzial. Mit dem Neubau der Spitalbrücke gilt es bestmögliche Entwicklungschancen für die gesamte Stadt zu nutzen. Dafür brauchen wir nachhaltige Lösungen!" red