Coronabedingt wird es in diesem Jahr keinen Kunsthandwerkermarkt im Martin-Luther-Haus und damit auch keinen Verkaufsstand der Freunde der Plassenburg geben. Der Verein hofft nun, seinen Christbaumschmuck auf anderem Wege absetzen zu können. Der Erlös fließt in die ehrenamtliche Kulturarbeit.

In festlichem Grün schimmert in diesem Jahr die vom Verein Freunde der Plassenburg herausgegebene Christbaumkugel. Die runden, Licht reflektierenden Kleinkunstwerke ziert eine Silhouette der Plassenburg. Das metallisch glänzende Grün der Kugel wirkt geradezu geheimnisvoll inmitten von Tannen- oder Fichtenzweigen.

Erlös hilft der Kultur

Die Freunde der Plassenburg hatten im vergangenen Jahr den Plan gefasst, stets zur Weihnachtszeit einen in Anlehnung an das Kulmbacher Wahrzeichen gestalteten Baumschmuck zu kreieren und zu verkaufen. Der Erlös sollte dabei die vielen Veranstaltungen des Vereins finanzieren helfen, die während des restlichen Jahres allen Interessenten bei freiem Eintritt ermöglicht werden.

Der Verein hat sich laut Vorsitzendem Peter Weith bewusst für Christbaumkugeln entschieden: "Diese gehen wahrscheinlich auf den alten, im Elsass, in Österreich und in Franken schon im 18. Jahrhundert nachweisbaren Brauch zurück, die Weihnachtsbäume mit echten Äpfeln sowie Nachbildungen zu schmücken."

E. T. A. Hoffmann schwärmte

Der lange in Bamberg tätige Schriftsteller, Maler und Komponist E. T. A. Hoffmann beschrieb vor über 200 Jahren solche in metallischen Farben gehaltenen Apfelkugeln in seinem Märchen "Nußknacker und Mausekönig" so: "Der große Tannenbaum in der Mitte trug viele goldne und silberne Äpfel, und wie Knospen und Blüten keimten Zuckermandeln und bunte Bonbons und was es sonst noch für schönes Naschwerk gibt, aus allen Ästen."

Vor allem aus Sonneberg kamen dann im 19. Jahrhundert bunte schillernde Glaskugeln und eroberten die Weihnachtsstuben der Welt. Die Freunde der Plassenburg setzen diese Tradition gerne fort und setzen nun alljährlich auf eine farblich neu gestaltete Kugel. 

Peter Weith stellte die Version 2020 in den eigenen vier Wänden vor: "Im vergangenen Jahr zierte die Plassenburg eine feuerrote Kugel, heuer bieten wir das Kulmbacher Wahrzeichen in einer edlem Grün an. Die Auflage ist mit 250 Stück wieder sehr klein gehalten. Der Preis liegt bei 4,50 Euro." Der Erlös des Verkaufs fließt in die ehrenamtliche Kulturarbeit des Vereins. Die Schmuckstücke können ab sofort in der Buchhandlung Friedrich am Holzmarkt und online unter hej-mart.de erworben werden. peil.