Auch im Jahr 2015 blieben die Anfragen zur Beratung und zur therapeutischen Hilfe in der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle in Forchheim weiterhin auf sehr hohem Niveau. Sie weisen eine Steigerung von rund 5,6 Prozent im Vergleich zu 2014 auf. Dies ist für die Fachkräfte der Einrichtung, welche in Trägerschaft des Caritasverbandes ist, ein gewichtiges Fazit des Berichtjahres.
Die Anlässe, weswegen die Beratungsstelle in Anspruch genommen wird, haben sich laut Pressemitteilung nicht gewandelt: Die häufigsten Gründe für die Anmeldung in der Beratungsstelle bleiben Beziehungsprobleme und Fragen zu den Themen Trennung und Scheidung und deren Folgen für die Kinder. Die Inanspruchnahme des Beratungsangebotes bei Suchtproblemen von Kindern und Jugendlichen und bei Problemen im Sozialverhalten ist gestiegen.


Nicht mehr in Herkunftsfamilie

Insgesamt lebten rund 53 Prozent der in der Beratungsstelle vorgestellten Kinder nicht mehr in der Herkunftsfamilie mit beiden leiblichen Eltern.
Die entsprechenden Zahlen in der Bundesrepublik dazu zum Vergleich: Rund 70 Prozent der Kinder leben bei beiden Elternteilen, rund 30 Prozent leben mit nur einem leiblichen Elternteil oder in einer Lebensgemeinschaft zusammen. "Dies ist weiterhin ein deutlicher Hinweis dafür, dass gerade dieser Personenkreis mit vielen Problemen zu kämpfen hat und nicht annähernd so gut versorgt ist wie vollständige Familien", erklärt die Stellenleiterin Isadora Amerelli.
Das Projekt "Familienpaten" wurde im Berichtsjahr von der Erziehungsberatungsstelle fortgesetzt: Im Januar 2015 starteten sechs Ehrenamtliche ihre sechstägige Ausbildung zum Familienpaten. Fünf von ihnen schlossen die Ausbildung im vergangenen Jahr ab und wurden zertifiziert.


Fünf Familienpaten ausgebildet

Alle fünf ausgebildeten Familienpaten waren anschließend bei jeweils einer Familie im Einsatz, mit einem laut Pressemitteilung für alle Beteiligten sehr zufriedenstellenden Ergebnis. "Familienpaten sind Ehrenamtliche, die zur Verfügung stehen, um Familien in einer aktuell schwierigen Lebenssituation zu unterstützen", erläutert Amerelli. Sie werden einer passenden Familie zugewiesen und unterstützen diese dann circa ein halbes Jahr lang einmal wöchentlich für ein bis zwei Stunden. Dieses Präventionsangebot setzt gezielt früh an, bevor die Herausforderungen zu groß werden.
Interessenten finden die vollständige Fassung des Berichtes auf der Internetseite des Caritasverbandes Forchheim, www.caritas-forchheim.de, unter "Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung unter dem Menüpunkt "Publikationen". red