Zum Thema "Bürgerspital": Während dieser Tage Experten wegen der demographischen Entwicklung vor dem Verteilungskampf "Alt gegen Jung" warnen, scheint der Kampf um das städtische Bürgerspital St. Anna in Kronach erst so richtig Fahrt aufzunehmen. So bedarf es offensichtlich einer weiteren Studie, um die Begrifflichkeiten "Bürger" und "Spital" und damit den Stiftungszweck neu zu definieren. Als Verlierer scheinen aber jetzt schon die "Alten" ausgemacht zu sein, sind diese doch unserer heutigen, "europageschwängerten" Gesellschaft viel zu teuer geworden.

Apropos zu teuer! Kommt dieser Vorwurf, Hand aufs Herz, nicht wirklich zur Unzeit? Nehmen Politiker aller Couleur nicht jeden Tag den Mund damit voll, wie gut es uns geht? Und, wo bleibt bei diesem angeblichen Dilemma eigentlich die Kirche? Wäre nicht auch sie gefordert, sich für ihre "Schäflein" einzusetzen, wenn die Not am größten ist? Gut, mittlerweile liegen allerdings auch schon einige Jahrhunderte dazwischen, als unter dem Baumeister Johann Dientzenhofer die Spitalkirche errichtet und damit das "Klerikale" mit dem profanen "Herbergsbau" verbunden wurde. Vermutlich hat sich inzwischen aber auch die Einstellung der Kirche zu Bedürftigkeit und "Asyl" geändert, was auch eine Erklärung sein könnte. Also liebe Kronacher Bürgerinnen und Bürger, wundert euch nicht, wenn man eines Tages anstelle eines "Altenheims", dem Zeitgeist entsprechend dann doch lieber im Erdgeschoß des Spitals ein gendergerechtes "Multi-Kulti-Kochzentrum" einrichtet und das Obergeschoß als Museum der "Fridays for Future"-Bewegung mit ihrer schwedischen Aktivistin Greta Thunberg und den in Bayern schulschwänzenden Jugendlichen widmet.

Zum Dank dafür dürft ihr "Gläubigen im Herrn" aber weiterhin im Gotteshaus von Montag bis Freitag, in der Zeit von 14 bis 16 Uhr, der Anbetung nachkommen und dabei auf göttliche Eingebung all derer hoffen, die zwar in der Verantwortung stehen, sich aber dann doch lieber in der "Willkommenskultur" suhlen, jegliches Verantwortungsbewusstsein dem Mammon "Geld" opfern und glauben, bei einem "Pyrrhussieg" gewonnen zu haben. Georg Zinner

Rothenkirchen