Im Juli 2000 wurde es eröffnet: das Felix-Müller-Museum im Zehntspeicher in Neunkirchen am Brand. Kunstinteressierte - auch aus dem weiteren Umland - besuchen es gern. Manch einer wundert sich, welch qualitätvolle Kunstwerke in dem ländlichen Marktflecken präsentiert werden.

Es sollte zu diesem kleinen Jubiläum einige Festveranstaltungen geben, die mussten aber wegen der Corona-Pandemie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Dennoch zeigt das Museum ab Sonntag, 5. Juli, bis zum 20. September eine neue Sonderausstellung der Werke Felix Müllers mit wichtigen neuen Schenkungen und Leihgaben aus Privatbesitz.

Darunter sind eine Kreuzwegstation für Langenzenn aus den Jahren 1951/1952 - die Skizzen dazu sind während seiner Kriegsgefangenschaft 1947 in Nordfrankreich entstanden - sowie der "Wittinghof", der mit seinen leuchtenden Farben den Besucher beim Eintritt in das Museum erfreut. Werke aus dem reichhaltigen Museumsbestand ergänzen die Hängung.

Ein Schwerpunkt sind Müllers Portraits, unter anderem das der Erlanger Schriftstellerein Inge Meidinger-Geise und des Künstlerfreundes Karl Dörrfuß aus Fürth.

Das Museum gibt damit einen repräsentativen Überblick über das umfangreiche, vielfältige Schaffen des Künstlers aus allen Schaffensperioden seines langen Lebens: geboren in Augsburg 1904, gestorben 1997 in Erlangen. In vorhandenen Werken sind 76 Schaffensjahre dokumentiert. Das Museum ist immer sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. An anderen Tagen der Woche ist ein Besuch der Ausstellung nach Anmeldung unter Telefon 09134/1837 möglich. red