Sassanfahrt — Was waren das für Zeiten, als man sich nicht anonym und online im weltweiten Netz getroffen hat, sondern im realen Leben, beim Tanzen zum Beispiel. So wie Rita und Richard Schuler, die sich 1952 im Spiesn-Saal in Sassanfahrt über den Weg gelaufen sind. So ganz genau können sich beide heute nicht mehr erinnern, wer hinterher hartnäckiger war. Aber das ist nicht mehr so wichtig, denn drei Jahre später landeten die beiden vor dem Traualtar, was bei ihrer Diamantenen Hochzeit nun zu vielen Gratulationen und Glückwünschen führte.
Hirschaids Gemeindeoberhaupt Klaus Homann (CSU) und Landrat Johann Kalb (CSU) jedenfalls zeigten sich ob des langen gemeinsamen Lebensweges beeindruckt. Zu Beginn ihrer Ehe wohnten die jungen Schulers noch bei den Eltern in Köttmansdorf. Doch spätestens mit den drei Töchtern wurde es dann etwas eng, weswegen die Familie ein Haus in Sassanfahrt baute. Mit eigenen Händen, denn die Steine für den Keller hat Richard Schuler selbst geschlagen. An Weihnachten 1962 war es dann so weit, man konnte ins neue Heim einziehen.
Während sich Rita um die Kinder und den Haushalt kümmerte, arbeitete Richard als gelernter Rundfunkmechaniker beim Überlandwerk, zunächst in der Radiowerkstatt, dann betreute er die Telefonanlagen. Für beide sind Haus und Garten die Hauptbetätigungsfelder im Ruhestand. Richard war Gründungsmitglied des Fischereivereins, ist Ehrenmitglied der Feuerwehr und fotografiert gerne.
Da von den sieben Enkeln drei in den USA wohnen, ist heute jedes Familienfest im Hause Schuler tatsächlich ein fast schon weltweites Ereignis. red