Herzogenaurach — Zwischen 1933 und 1945 trieben die Nationalsozialisten eine Vielzahl von hochkarätigen Künstlern und Wissenschaftlern in die Emigration nach Amerika, weil sie Juden waren oder eine andere politische Überzeugung hatten. Der Verlust für Kunst und Kultur war erheblich.
Unter anderem verließen die Brüder Thomas und Heinrich Mann Deutschland, ebenso wie Marlene Dietrich und Fritz Lang, um nur die vielleicht Bekanntesten zu nennen. Nicht allen aber gelang ein Neuanfang und manches Talent konnte sich in der Fremde nicht entfalten. "Jazz in der Emigration" heißt der Titel des Konzerts, das am morgigen Freitag, 10. Oktober, um 20 Uhr im Rahmen der diesjährigen Herzogenauracher Kulturtage mit dem Thema "Deutschland - Nordamerika" in der Aula des Gymnasiums an diesen Aderlass an Kreativität anknüpft.