von unserer Mitarbeiterin Johanna Blum

Höchstadt — An die 500 Höchstadter Gläubige werden am vierten Sonntag im September wieder zur Gelöbniswallfahrt nach Dettelbach aufbrechen - zu Fuß oder mit dem Omnibus.
Während des 30-jährigen Krieges im Jahre 1633 wurde Höchstadt durch den Schwedenüberfall dem Erdboden gleich gemacht und eingenommen. Sechs Jahre später - es herrschte immer noch Krieg - gelobten die damaligen Bewohner von Höchstadt, alljährlich eine Wallfahrt nach Dettelbach, dem Pilgerziel der Diözese Würzburg - Höchstadt gehörte damals zu dieser Diözese - zu unternehmen.
Mit dem Motto "Gott erhalte uns den Frieden" machen sich die Wallfahrer heuer zum 375. Mal auf den Weg. Nachdem zwischendurch die Eisenbahn und Busse genutzt wurden, gibt es seit 1989 auch wieder eine Fußwallfahrt, bei der jährlich rund 50 Teilnehmer die 56 Kilometer von Höchstadt bis nach Dettelbach zurücklegen.

Anmeldungen ab sofort

Daneben gibt es die Möglichkeit, komplett mit dem Bus bis ans Ziel zu fahren oder nur die letzten acht Kilometer zu Fuß zurückzulegen. Nicht der sportliche Aspekt, sondern innere Einkehr stehen für die Pilger im Vordergrund. Gar mancher erhofft sich auch neue Kraft sowie Gnade und Segen für die eigenen Anliegen. "Das Friedensthema ist diesmal ganz bewusst gewählt, denn im Moment gibt es auf der Welt so viele Krisenherde", betonte Dekan Kilian Kemmer bei der Vorstellung des Programms. Aber seit Anbeginn dieser Wallfahrt blieb Höchstadt tatsächlich von Kriegen und Zerstörungen verschont - bis auf die Gefallenen in den beiden Weltkriegen. Anmeldungen für die Busfahrt und die kurze Fußwallfahrt sind ab sofort im Pfarrbüro unter Tel. 09193/8392 möglich, Interessenten für die lange Wallfahrt sollen sich bei Angela Neudörfer unter Tel. 09193/1055 melden.