Das Heimatmuseum Ebern bereitet eine neue Ausstellung vor. "Winterfreuden von gestern" lautet der Titel.

Der schneereichste und höchste Berg steht derzeit im Heimatmuseum Ebern. Wofür man in Zeiten des Klimawandels weit fahren muss, kann man dort hautnah erleben: eben Winterfreuden in Ebern.

Was waren das für Winter früher, als man sich nachmittags, wenn die Hausaufgaben erledigt waren, mit den Freunden, ausgerüstet mit Schlitten, am Losberg oder zum Schlittschuhfahren auf der Eiswiese getroffen hat. Es scheint wie eine ferne Zeit. Angesichts der immer stärker spürbaren Veränderungen im Weltklima, die auch hierzulande ihre Auswirkungen zeigen, sind solche Winter nur noch in der Erinnerung vorhanden. Und schlussendlich ist die letzte Schlittenpartie bei vielen altersbedingt ohnehin schon ein paar Jährchen her.

Der Bürgerverein Ebern zeigt von Sonntag, 25. Oktober, bis 20. Dezember die Ausstellung "Winterfreuden von gestern". In der Schau wird die umfangreiche Sammlung an Schlitten und anderen Wintersportgeräten aus vergangenen Jahrzehnten in ein neues Licht gerückt. Winterbekleidung sowie historische Fotografien ergänzen die Präsentation.

Zum Glück braucht man aber keine dicken Pullover und Handschuhe, um die Ausstellung zu besuchen, das Museum ist gut geheizt. Die Besucher sehen bei ihrer Wanderung durch die große Gletscherspalte Wintersportgerät für Groß und Klein und Bilder früherer Freuden aus der kalten Jahreszeit.

Wer eine schöne Winter-Geschichte oder eine alte Fotografie hat, kann sie dem Museum zur Verfügung stellen. Interessierte sollten Kontakt mit Stefan Andritschke aufnehmen (Telefon 09531/944880) oder einfach im Heimatmuseum vorbeikommen. Für diejenigen, die ihre Winter-Erlebnisse teilen wollen, hat das Museum in der Ausstellung eine Pinnwand bereitgestellt, an der die Fotos und Erzählungen Platz finden. Das Heimatmuseum hat immer sonntags und feiertags, 14 bis 17 Uhr, geöffnet. red