judith Wagenhäuser

An Weihnachten wird die Geburt Jesu Christi vor über 2000 Jahren gefeiert. Maria und Josef mussten damals fliehen, um ihrem Sohn das Leben zu retten.
Bei der Öffnung des zweiten Türchens des "Begehbaren Adventskalenders" am Wochenende in der Lucengasse in Haßfurt zog Franz-Josef Selig, Erster Vorsitzender des Welt-Ladens, Parallelen zwischen der aktuellen Flüchtlingsproblematik und der Flucht der Heiligen Familie damals vor über 2000 Jahren nach Ägypten.
Nach der Öffnung des Türchens in Form des festlich geschmückten Schaufensters lasen Ehrenamtliche des Welt-Ladens eine ganz besondere und aktuelle Weihnachtsgeschichte: Denn die Erzählung von der Geburt Jesu Christi spielte diesmal in Neuguinea und war an die dortigen Begebenheiten angepasst.
Denn während die Menschen in Deutschland winterliche Weihnachten feiern, schwitzen die Einwohner Neuguineas bei sommerlichen Temperaturen. Deshalb wurde dem neugeborenen Sohn des Ahnengeistes in dieser Version der Geschichte kein Schaffell zum Wärmen gebracht, sondern regionale Gaben wie Papageienfedern, der Schmuck eines Häuptlings.
Für die musikalische Untermalung und das Weihnachten fürs Ohr hat die Blaskapelle der Lebenshilfe mit ihrer Interpretation klassischer Adventslieder gesorgt. Es erklangen Lieder wie "Wir sagen euch an einen lieben Advent", "Es kommt ein Schiff geladen" und "Tochter Zion". Anschließend konnten die mitgebrachten Tassen mit Glühwein oder Kinderpunsch gefüllt, adventliches Gebäck genascht und eine gemütliche Zeit miteinander verbracht werden - eine vorweihnachtliche Freude für Jung und Alt.


An jedem Tag

"Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür!" Nach diesem Motto öffnet im Rahmen des begehbaren Adventskalenders bis zum 24. Dezember jeden Tag um 17 Uhr ein "Türchen" in der Haßfurter Innenstadt. Bereits seit über zehn Jahren treffen sich die Haßfurter zum "Begehbaren Adventskalender", um sich mit weihnachtlichen Liedern, Gedichten und Geschichten auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen.
Mitverantwortlich ist Antje Eickhoff vom ökumenischen Verein Bibelwelten, der alle Jahre wieder auf freiwillige Helfer und Gastgeber angewiesen ist. "Wir wollen den Menschen vermitteln, dass es schön ist, jeden Tag einen Schritt weiter zu gehen", sagt Antje Eickhoff über den Gedanken hinter dem "Begehbaren Adventskalender".