Seit 1991 wirkt der Verein Natur- und Lebensraum (VNLR) für die hessische Rhön als Förderverein des Biosphärenreservats und als Aktionsgruppe zur Förderung des Ländlichen Raums, so eine Pressemitteilung des Vereins.

Als Förderverein Biosphärenreservat bündelt er die Interessen der hier lebenden und arbeitenden Menschen und versucht, diese nach außen zu vertreten. Nachhaltigkeit und Naturschutz mit den Menschen ist ein zentrales Anliegen. Durch Vermittlung des Vereins fließen jährlich Fördermittel aus dem EU-Programm "Leader" in die Rhön. Mittel, von denen Kommunen, Existenzgründer und kleine Unternehmen sowie der Tourismus profitieren, so die Pressemeldung. Für die Verwaltung des Biosphärenreservats nimmt der Verein unter anderem die Aufgaben der Regionalentwicklung und der landwirtschaftlichen Beratung wahr. Dieses langjährige Engagement hat den VNLR zu einem festen und gut vernetzten Partner in der Region werden lassen. Aber auch überregional ist die Expertise des VNLR gefragt.

Beispielsweise ist im Bundesverband Nationale Naturlandschaften e. V. in Berlin, dem Dachverband der Deutschen Nationalparks, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete, der Geschäftsführer Martin Kremer gut vernetzt. Als Sprecher der AG Zivilgesellschaft vertritt er im erweiterten Vorstand des Dachverbands die Interessen von rund 30 Nichtregierungsorganisationen. Zu diesen zählen auch große Naturschutzverbände wie Nabu und Bund oder die Michael-Succow-Stiftung.

Im landwirtschaftlichen Sektor arbeitet Landwirtschaftsberaterin Janet Emig überregional beim World Organic Forum mit. Hier geht es darum Regionen nach den Globalen Nachhaltigkeitszielen weiterzuentwickeln. Beim Bundesverband der Nationalen Naturlandschaften e.V. vertritt sie den hessischen Teil des Biosphärenreservats in Belangen der Landwirtschaft.

Auch hier geht es darum, Landwirtschaft und Naturschutz im Dialog zuhalten. Kremer macht deutlich, dass all dieses Engagement nie eine Einbahnstraße ist. "Es geht uns darum, frühzeitig Informationen über neue Trends, politische Entwicklungen und Veränderungen in der Förderlandschaft zu erhalten, um reagieren zu können. Häufig bedeutet das Engagement "Vorsprung durch Wissen", welches für neue Förderprojekte genutzt wird und der Bekanntheit der Rhön dient. Andererseits wird der Verein auch zunehmend überregional als Ratgeber, zum Beispiel, wenn es um den Aufbau von ehrenamtlichen Strukturen geht, angefragt. Nach Corona werden wohl wieder zahlreiche internationale Fachexkursionen die Rhön besuchen, um sich vor Ort ein Bild über die Arbeit zu machen, schließt die Mitteilung. red