Rentweinsdorf —  Diskussionsbedarf hatten die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung, als es um eine Vereinbarung mit dem Feuerwehrverein Rentweinsdorf ging. Anlass für die Vereinbarung war der Kauf eines Tragkraftspritzen-Anhängers durch den Feuerwehrverein. Der Kauf, so argumentiert die Feuerwehr, war nötig gewesen, um vor allem bei Unwetterlagen zwei Einsatzfahrzeuge zu haben. Denn der Anhänger gehört zum Mehrzweckfahrzeug, so dass dieses auch einzeln alarmiert werden kann. Somit werde die Wehr in Rentweinsdorf schlagkräftiger, hieß es.
Nun kam als Anfrage an den Gemeinderat in Rentweinsdorf, ob die Gemeinde die laufenden Kosten für den Anhänger übernehmen würde. Diese Kosten sind vor allem die Versicherung und neue Reifen, wie die Feuerwehr mitteilte. Dennoch hatte der Gemeinderat Bedenken, dieser Vereinbarung einfach so zuzustimmen. Kurt Weisheimer stellte die Gretchen-Frage: "Und wie verfahren wir mit den Ortsteilwehren insgesamt?" Der Gemeinderat wolle schließlich keinen benachteiligen, sondern alle gleich behandeln. Deshalb beschlossen die Räte, diesen Punkt zurückzustellen und erst mit allen Ortsteilwehren Rücksprache zu nehmen, damit eine einheitliche Lösung gefunden werden kann.


Vitalitätscheck für alle

Der Vitalitätscheck der über die Baunach-Allianz durchgeführt wird, soll ebenfalls entgegen der Vorlage aus der Verwaltung für alle Gemeindeteile realisiert werden, beschlossen die Gemeinderäte. "Wir vergeben uns doch nichts", war die einhellige Meinung der Räte. Auch Ernst Hassler, der Leiter der Verwaltung, gab zu bedenken, dass ohne einen vorherigen Vitalitäts-check Dorferneuerungsmaßnahmen schwierig bis unmöglich werden. Zwar läuft in Salmsdorf gerade eine Dorferneuerung, dennoch sollen alle Gemeindeteile, auch Rentweinsdorf als Hauptort, in den Vitalitätscheck mit aufgenommen werden, bevor man sich durch den Verzicht spätere Möglichkeiten verbaut.
Die weiteren Punkte der Tagesordnung handelte das Gremium aber dann doch nach Vorlage ab. So genehmigte der Rat die Auftragsvergabe zur Erstellung des Kanalkatasters in Höhe von 36 500 Euro. Für den Wasserzweckverband übernimmt der Bauhof viele Tätigkeiten, unter anderem die der Wasserwarte. Dies soll auch weiter so gehandhabt werden. Dennoch wünscht der Kassenprüfungsverband, dass zu diesem Thema ein Vertrag geschlossen wird.


Neue Pumpe für die Wehr

Per dringlicher Anordnung musste der Bürgermeister die defekte Pumpe der Treinfeldsmühle erneuern. Dringend ist auch die Anschaffung der neuen Pumpe für die Feuerwehr Treinfeld. Die alte ist defekt und nicht mehr in Gang zu setzen. Es soll eine Magirus-Pumpe für rund 10 000 Euro für Treinfeld und Sendelbach im Doppelpack beschafft werden. In Treinfeld will Bürgermeister Sendelbeck, dass die durch Arbeiten der Telekom entstandene Gefahrenstelle am Übergang der Siedlungsstraße auf die Kreisstraße beseitigt wird. Hier versperrt ein Absperrgitter den Fußweg, so dass vor allem Schulkinder und Senioren mit Rollatoren auf die Straße ausweichen müssen.