Der TSV Wonfurt hat in seiner Jahresversammlung auf ein in finanzieller Hinsicht gutes Jahr 2016 zurückgeblickt und außerdem zahlreiche langjährige Mitglieder geehrt. Doch der Verein macht sich Sorgen um den Jugendfußball und sucht dringend eine Person, die den TSV in der Juniorenfördergemeinschaft (JFG) Haßfurter Maintal vertritt.
Wie Holger Baunacher, Vorstand Finanzen, den 49 anwesenden Mitgliedern erläuterte, hat sich die Mitgliederzahl von 544 im letzten Jahr auf derzeit 569 Personen, darunter 180 Kinder und Jugendliche, erhöht. Auch der Überschuss im Jahr 2016 habe sich gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Allerdings sei der reguläre Spielbetrieb ohne die Ausrichtung von Festen nicht finanzierbar. "Der Vorstand gibt sich daher große Mühe, interessante Veranstaltungen auszurichten", betonte Baunacher und rief die Mitglieder auf, auch für eine Teilnahme an den Festen zu werben.
Elena Fromm, Vorstand Organisation und Wirtschaftsbetrieb, ergänzte, dass sich die Suche nach geeigneten Helfern immer schwieriger gestalte. Dennoch zeigte sich die Kassiererin Monika Berthold Neutert erfreut über das positive Jahresergebnis, das sich gegenüber 2015 erhöht hatte. Ihre Arbeit lobte der Kassenprüfer Joachim Stapf mit den Worten: "Eine superklasse Leistung!"


Viele aktive Gruppen

Schriftführerin Ingrid Deppert gab einen kleinen Überblick über die Themen, die in den Ausschusssitzungen des letzten Jahres behandelt worden waren. Chris Wagenhäuser, Leiterin der Turn- und Leichtathletik-Abteilung, teilte mit, dass derzeit zwei Frauengruppen, eine Freitagsturnergruppe, eine Uni-Hockey-Gruppe, drei Kinderturngruppen, eine Eltern-Kind-Gruppe und eine Leichtathletikgruppe aktiv seien und zwei Kurse mit den Themen "Bauch, Beine, Po" sowie "Winterfit" angeboten würden. Im letzten Jahr hätten 50 Teilnehmer das Sportabzeichen erworben und sowohl Steffi Klaus als auch sie selbst hätten die Ausbildung zum Sportabzeichenprüfer für Menschen mit Behinderung absolviert.
Aus dem Bericht von Johanna Hau, Leiterin der Volleyballabteilung, ging hervor, dass die beiden Mannschaften Zuwachs bekommen haben und sich auch die Montagsvolleyballer einer regen Beteiligung erfreuen.
Patrick Babel, der Leiter der Fußballabteilung, berichtete, dass die Erste und Zweite Mannschaft über insgesamt 37 Spieler verfügten. Allerdings müsse sich die Trainingsbeteiligung noch verbessern. Wenig erfreulich sei, dass man aufgrund mangelnder Spieler die Alten Herren vom Spielbetrieb habe abmelden müssen.
Kerstin Keller, Vorstand für Sport, teilte mit, dass bei der JFG Neuwahlen anstünden und möglichst alle Mitgliedsvereine einen Kandidaten stellen sollten. Daher suche der TSV Wonfurt noch nach einem Vertreter. "Es wäre schön, wenn sich bis März jemand von Euch bereit erklären würde, in der JFG mitzuarbeiten", sagte sie. "Denn wir brauchen die Fußballjugend, damit auch in zehn Jahren noch Fußball in Wonfurt gespielt werden kann." Derzeit spielten 14 Jugendliche aus Wonfurt in Mannschaften der JFG und im kommenden Jahr seien es 18 Spieler.
Zum Schluss ehrte der Vorstand langjährige Mitglieder. Für 25 Jahre erhielten Kerstin Keller, Marius Piermaier, Marco Deppert, Olga Schuck und Sieglinde Bähr die silberne Vereinsnadel. Mit der goldenen Vereinsnadel für 40-jährige Treue zum Verein wurden Frank Moschnitschka, Georg Tempel, Stephan Baunacher, Doris Dietrich und Eckhard Fabritz ausgezeichnet. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Werner Bähr, Robert Brand, Eugen Gehring und Christine Hörnes mit der Vereinsmedaille geehrt. Auch Gerhard Schweinitzer, Wolfgang Ankenbrand, Heinz Braunreuter, Berthold Klug-Flemming und Ewald Reitwiesner durften die Vereinsmedaille für 60-jährige Vereinszugehörigkeit entgegennehmen. Für 70 Jahre Mitgliedschaft wurde Albert Hildebrand mit der Vereinsmedaille und einem Geschenk bedacht.