Coburg — Gut besucht war auch in diesem Jahr wieder der Frühjahrs-Lehrgang der Musiker des Turngaus Coburg-Frankenwald. Unter der Federführung von Carmen und Sebastian Werner verwandelte sich das Pfadfinderheim Sauloch in Rödental in eine Musikschule. Von Freitag bis Sonntag wurde gelernt, geübt, gespielt und die Freundschaft gepflegt.
Altes Liedgut wurde wieder aufgefrischt und eine ganze Reihe neues kam hinzu. Mit von der Partie sind wie in all den Jahren das eingespielte Versorgungsteam des TV Coburg-Neuseser Spielmannszuges, an der Spitze "Küchenschlampe Jürgen". Das Pfandfinderheim in Rödental bietet ausreichend Platz für Registerproben in kleineren Räumen und alles ist auf kurzen Wegen erreichbar.
Natürlich gibt es nach dem gemeinsamen Abendessen ausreichend Möglichkeit, die Freundschaft zu pflegen und private Gespräche zu führen. Für alle Musikanten stehen in den Räumlichkeiten auch Möglichkeiten zur Übernachtung ausreichend zur Verfügung.
Einer der Eckpunkte war auch diesmal das Gemeinschaftskonzert aller Musikanten. Von den Spielmannszügen Nordhalben, Unterrodach, Schmölz, Creidlitz, Coburg-Neuses und Bad Rodach waren rund 60 Musiker zu diesem Lehrgang angereist.
Als Dirigent fungierte der Landesfachwart des BTV, Walter-Wich Herrlein. Er und die musikalische Leiterin Carmen Werner hatten in diesem Jahr die Ansprüche an die Musikanten sehr hoch angesetzt. Musikstücke der Oberstufe gehören bei den Turnermusikern schon zum Standard.
Das diesjährige Paradestück waren Hymne und Triumpf-Marsch aus der Oper "Aida" von Giuseppe Verdi. Mit dem Fanfarenmarsch "Hie guet Brandenburg allewege!" wurden den Fanfaren Höchstleitungen abverlangt. Bei den modernen Musikstücken begann sonores Blech zu klingen, Bass, Tenorhörner, Saxophone und Trompeten und aktuelles Schlagwerk kamen zum Einsatz - Gänsehautgefühl. Und wenn das Frankenlied oder der Turnermarsch oder der Bozener Bergsteigermarsch erklingen, darf der Böhmische Traum nicht ausgelassen werden. noro