Die Feuerwehr Bad Staffelstein veranstaltet am Samstag, 26. März, von 13.30 bis 17.30 Uhr einen Mitmach-Tag im und um das Feuerwehrhaus in der Auwaldstraße 4. Stellvertretend für die gesamte Mannschaft haben wir zwei aktive Mitglieder befragt.
Emely Müller ist 26 Jahre alt, studierte Sozialpädagogin und seit fast zwei Jahren dabei. Lucas Klamm ist 17 Jahre alt, befindet sich im zweiten Lehrjahr zum Kraftfahrzeug-Mechatroniker und ist schon vier Jahre aktiv und wird dieses Jahr in die Einsatzabteilung übernommen.

Wie seid ihr zur Feuerwehr gekommen?
Emely Müller: Ich bin durch meinen Freund zur Feuerwehr gekommen. Ich habe damals bei der Betreuung unserer Kindergruppe "Die Löschquerkerla" mit unterstützt. Das Thema "Feuerwehr" war da noch sehr neu für mich, aber ich habe dann so langsam gemerkt, wie mein Interesse daran wächst. Zusammen mit drei anderen Frauen, die damals zu uns gestoßen sind, haben wir an der mehrwöchigen Grundausbildung, genannt Truppmann, mit Erfolg teilgenommen und sind seitdem auch bei den Einsätzen mit dabei.
Lucas Klamm: Ich habe mich als Kind schon immer für die Feuerwehr und die großen roten Autos interessiert. Das fanden meine Eltern ein bisschen komisch, da weder sie noch sonst jemand in meiner Familie ein Floriansjünger war. Mein Bedürfnis anderen zu helfen und das Interesse an Technik haben mich letztendlich in meinem Entschluss bekräftigt, zur Feuerwehr zu gehen.

Welches Erlebnis ist euch besonders im Gedächtnis geblieben?
E.: Da kann ich mich gar nicht richtig festlegen. Jeder Einsatz ist anders. Wenn ein Alarm ist, dann weiß man nie, was einen am Ort des Geschehens erwartet. Dementsprechend steht man da unter einem gewissen Stress und unter Adrenalin, muss aber natürlich möglichst ruhig bleiben, um das erlangte Wissen abzurufen und dem in Not Geratenen helfen zu können.
L: Ich erinnere mich noch sehr gut an den Wohnhausbrand in der Bahnhofstraße Ende Februar dieses Jahres. Als ich die Sirene und die Durchsage meines Funkmeldeempfängers hörte, dass es etwa 20 Meter Luftlinie von mir entfernt brennt, wusste ich sofort, dass ich etwas tun muss. Ich habe deswegen dann so weit wie möglich die Bewohner des betroffenen Hauses herausgeklingelt. Auch wenn meine Kameradinnen und Kameraden nur wenige Minuten gebraucht haben, in dieser Situation fühlt es sich an, als wenn die Zeit stehen bleibt.

Was möchtet ihr möglichen Interessenten mit auf den Weg geben?
L: Ich fände es schon bombe, wenn sich noch mehr Jungs und Mädels dazu entschließen, zur Jugendfeuerwehr zu gehen. Ich habe hier nicht nur viel Feuerwehrtechnisches, sondern auch Tugenden wie Kameradschaft, Pünktlichkeit und Verantwortung erlernt. Der Spaß kommt hier nie zu kurz. Wir gehen auch mal ins Schwimmbad oder Bowlen und unternehmen Ausflüge mit anderen Jugendgruppen. Also, Jungs und Mädels: Mit anpacken statt "abspacken"!
E: Auf unsere zwölf aktiven Frauen können wir schon sehr stolz sein. Da geht aber sicherlich noch mehr. Wir sind eine motivierte, junge Truppe und offen für jeden, der sich zum Wohl unserer Bevölkerung mit einbringen will. In der Feuerwehr gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, sich aus- und fortzubilden, da findet jeder seinen Bereich, in dem er aufblühen kann. Es wäre toll, wenn viele die Chance am Samstag nutzen. Wenn manche keine Zeit haben, sei gesagt, dass sie jederzeit ganz unverbindlich mal bei unseren Übungen vorbeischauen können. Offizieller Beginn ist am Samstag um 13.30 Uhr mit einer kleinen Begrüßung. Im Anschluss kann bis 17.30 Uhr jederzeit vorbeigeschaut werden, da der Aktionstag in Form eines dauerhaften Stationsbetriebes organisiert ist. Wer sich schon immer einmal am Feuerlöscher, am Wasserwerfer, an der Rettungsschere oder an der Wärmebildkamera ausprobieren wollte, ist hier genau richtig.
Das Gespräch führte Holger Reinlein.