In der Natur überleben nicht unbedingt die Stärksten, sondern die Angepasstesten.Viele Tiere verschlafen die kalte Zeit. Dazu gehört einer der bekanntesten Vertreter, der Siebenschläfer.

Er zählt zur Familie der Bilche oder Schlafmäuse. In dieser Tierfamilie leben in Deutschland nur vier Arten und zwar der Siebenschläfer, der Gartenschläfer, der Baumschläfer und die Haselmaus. Mit rund 35 Zentimetern ist der Siebenschläfer der größte und der am häufigsten vorkommende heimische Bilch. Er ist aber wesentlich kleiner als das tagaktive Eichhörnchen.

Hervorragender Kletterer

Zurzeit erscheinen die Siebenschläfer vor lauter Fett besonders groß. Er ist ein hervorragender Kletterer, der vorwiegend auf Bäumen lebt. Dabei bewegt er sich wie ein Affe und kann Sprünge von mehreren Metern von Ast zu Ast machen. Siebenschläfer lieben besonders Eichen- und Buchenwälder, da sie vor allem für den Winterspeck die nahrhaften Eicheln und Bucheckern sowie auch Kastanien, Wal- und Haselnüsse als Nahrung benötigen. Zu ihrer Nahrungskette gehören ebenfalls verschiedene süße Früchte sowie Insekten. Seine Feinde sind Marder, Eulen und Katzen.

Alle Bilche sind geschützte Tiere. Die putzigen Siebenschläfer sind nur nachts aktiv. Man sieht das an den großen Augen. Am Tag verstecken sich die Siebenschläfer in Vogelkästen, hohlen Bäumen, Dachböden oder in selbstgefertigten kugeligen Nestern im dichten Geäst.

Jetzt haben sich die Siebenschläfer Winterspeck angefressen und sind deshalb ziemlich träge. Sie sind mit 200 Gramm etwa dreimal schwerer als im Sommer. Dies ist auch notwendig, um den Winterschlaf von fast sieben Monaten zu überstehen. Nur dank eines intensiven Sparprogramms ist diese lange Zeit ohne Nahrungsaufnahme möglich. So schlägt das Herz beim Winterschlaf in der Minute nur dreimal. Die Körpertemperatur beträgt dann gerade noch einige Grade über Null. In den kommenden Wochen werden diese Tiere ein warmes Nest bauen und sich für den Schlaf ganz dicht zusammenrollen. JS