von unserem Mitarbeiter Stephan Stöckel

Weismain — Diese Komposition aus Baumstümpfen, Erdhaufen und Steinen auf einer Wiese bei der hinteren Zufahrt zum Weismainer Friedhof ergibt kein schönes Bild. Der Schandfleck muss weg. Das beschloss der Bauausschuss und votierte am Montagabend bei einem Ortstermin für die Errichtung eines abschließbaren Lagerplatzes mit Bodenplatten. Kostenpunkt: 5000 Euro.

Lagerplatz aus Boxensteinen

Errichtet wird der Lagerplatz mit Systembausteinen aus Stahlbeton, im Fachjargon Boxensteine genannt. Die Breite bezifferte Stadtbaumeister Markus Endres auf 7,50, die Länge des Bauwerkes auf 5,50 Meter. Das umfriedete Lager wird in zwei Bereiche aufgeteilt, die jeweils drei Meter breit sind.

Nachwirkungen von Niklas

Am 31. März zog Sturm Niklas über Deutschland und hinterließ auch in Weismain seine Spuren. Im westlichen Bereich des Friedhofs wurde die Ziegelabdeckung der Friedhofsmauer abgedeckt. Die Ausschussmitglieder hatten die Qual der Wahl: Bürgermeister Udo Dauer (CSU) und der Stadtbaumeister präsentierten ihnen eine Blechabdeckung mit glatter Oberfläche und leichter Schräge. "Der Meter Blech kostet 20 Euro", nannte Endres eine konkrete Hausnummer.
Um ein einheitliches Bild auf dem Friedhof zu erzeugen, müssten insgesamt 190 Meter abgedeckt werden. Zur Alternative stand auch, die 15 Meter, die derzeit keine Abdeckung mehr besitzen, mit Ziegeln aus Restbeständen des Bauhofes zu versehen. Da dies keine Materialkosten verursacht, entschied sich das Gremium für diese Vorgehensweise. Beim Ortstermin auf dem Friedhof wurden noch zwei weitere Beschlüsse gefasst: Die hintere Zufahrt zum Gottesacker erhält ein Tor. Der verwitterte Maschendrahtzaun zwischen dem alten Bereich der Begräbnisstätte und dem Erweiterungsbereich wird entfernt, da er keine Funktion mehr hat.