Traditionell gilt der Oktober als Rosenkranzmonat. Auch heute wird dieser Monat in vielen Gemeinden zum Anlass genommen, die Rosenkranzandacht wieder in den Mittelpunkt zu rücken, so auch in "Unserer Lieben Frau" in Kulmbach.

Da der ehemalige Pfarrsekretär und Mesner Bernhard Kuhn noch mit Pfarrangehörigen und Ministranten freundschaftlich verbunden ist, darf er an seiner ehemaligen Wirkungsstätte, die er sehr liebgewonnen hat, noch die eine oder andere Andacht halten, so auch den Rosenkranz. In einer kurzen Einführung erklärte er den Gottesdienstbesuchern der Rosenkranzandacht an der Mariengrotte, was dieses Gebet für ihn persönlich bedeutet.

"Das Rosenkranzgebet ist eines meiner Lieblingsgebete aus dem reichen Gebetsschatz der Kirche, wenn nicht überhaupt mein Lieblingsgebet", sagte Kuhn. Es sei ihm von frühester Kindheit an vertraut, und schon damals habe er die Rosenkranzandachten als ungewöhnlich schön und anziehend empfunden. Es entführe in die Tiefe der Seele und schenke auf diese Weise neuen Mut, Kraft und innere Ruhe zur Bewältigung der verschiedensten Lebenssituationen. Der "Rosenkranzbeter" sehe nachher alle Dinge viel ruhiger und gelassener an.

Bernhard Kuhn findet es deshalb sehr schade, dass das Rosenkranzgebet bei vielen Christen unserer Zeit, auch bei so manchen Theologen, nicht mehr den Stellenwert einnehme, von dem so viele Heilige der Kirchengeschichte beredtes Zeugnis gäben.

"Dieses erhabene Gebet sollte deshalb in besonderer Weise von Christen gepflegt und zu einem unverzichtbaren Gebetsschatz werden, aus dem man vielfältige Erfahrungen der Glaubensstärkung und wunderbare Hilfe schöpfen kann", sagte Kuhn. red