Anlässlich der Delegationsfahrt nach Brünn vor wenigen Tagen war es Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und seiner Stellvertreterin Christa Naaß ein besonderes Anliegen, die Gedenktafel des Heimatverbandes der Brünner in der St.-Jakob-Kirche aufzusuchen. Schon bei ihrem Stadtbesuch im vergangenen Jahr kamen der Bezirkstagspräsident von Mittelfranken und seine Stellvertreterin an den Ort der Tafel.
Auch in diesem Jahr kehrten Bartsch und Naaß in die Seitenkapelle der St.-Jakob-Kirche zurück, um der vertriebenen Deutschen und der Opfer zu gedenken. Die Tafel, die "Zur Erinnerung an die historischen Tage 1945, als die Deutschen diese Stadt verlassen mussten" im Jahr 1992 zur Aufstellung kam, ist zur Rechten eines überlebensgroßen Kruzifixes aus dem späten 13. Jahrhundert platziert. Aller Wahrscheinlichkeit nach stammt die äußerst wertvolle Holzplastik von einem italienischen Künstler.
Das Kruzifix verfügt über das Motiv der "beweglichen Zunge": Christus ist zwar als Gekreuzigter dargestellt, jedoch noch immer imstande, zu sprechen.
Dass die Gedenktafel direkt unterhalb dieser Holzplastik zur Aufstellung kam, hat für viele symbolträchtige Wirkung. red