Bald ist sie wieder möglich: die tolle Fernsicht vom Zabelstein auf das Steigerwaldvorland und bei klarem Wetter bis ins Maintal, die Haßberge und die Rhön. Denn vor wenigen Tagen haben die Bauarbeiten am neuen Aussichtsturm auf dem Zabelstein begonnen, die bereits Mitte November abgeschlossen sein sollen. Sofern es die aktuelle Corona-Lage zulässt, kann der Turm dann zum Besuch freigegeben werden. Dies teilte der Schweinfurter Landrat Florian Töpper bei einem Vor-Ort-Termin mit.

"Der Zabelstein ist mit circa 483 Metern die höchste Erhebung des nördlichen Steigerwalds und ein beliebtes Ausflugsziel. Ich weiß, dass viele Wanderer und Besucher unserer Region den Moment sehr herbeisehnen, wenn der Turm fertig ist", sagte Landrat Töpper laut Mitteilung seines Amtes.

Es wird dann bereits der vierte Turm sein, der an dieser Stelle errichtet wird. Mit einer Gesamthöhe von 19,50 Metern wird er in etwa gleich hoch wie der vorherige Turm sein.

Ergänzend zum Turmbau seien im umliegenden Bereich weitere Maßnahmen zum Artenschutz und zur Information der Besucher über den Naturraum am Zabelstein vorgesehen, berichtet Sandra Baritsch, die Geschäftsführerin des Naturparks Steigerwald.

Der erste Turm auf dem Zabelstein stand von 1956 bis 1976, der zweite von 1978 bis 1999. Ab Silvester 2017/2018 musste das Landratsamt Schweinfurt den dritten Turm aus dem Baujahr 1999 schließen. Eine Überprüfung der Statik durch Fachleute hatte gezeigt, dass der Turm inzwischen erhebliche Mängel aufwies. Weitere Untersuchungen bestätigten schließlich, dass bei einer Sanierung Kosten, Aufwand und Nutzen in keinem vertretbaren Verhältnis mehr gestanden hätten. Im Februar 2019 hatten die Mitglieder des Kreisausschusses des Kreistages Schweinfurt daher mehrheitlich für den Neubau eines Turms bis zu einem Kostenrahmen in Höhe von 475 000 Euro gestimmt.

Im August und September 2019 wurde der alte Turm Stück für Stück abgebaut. Im Februar 2020 stellte das bayerische Umweltministerium dem Naturpark Steigerwald eine Förderung in Höhe von 230 000 Euro für den neuen Aussichtsturm in Aussicht. Das entspricht einem Fördersatz von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. red