Michael Memmel Es läuft die Themenwoche Gleichberechtigung im FT. Und nicht Gleichmacherei oder gar Gleichgültigkeit. In der Zeitung kommt es natürlich auf jeden Buchstaben an. Und wird mal wieder einer an der falschen Stelle gedruckt, obwohl der Artikel am Vorabend von mehreren Kollegen gelesen wurde, springt er den Verantwortlichen am nächsten Morgen garantiert als Erstes ins Auge und verleidet uns das Frühstück.

In dieser Woche wurde dem Ambo, der in der Kapelle von Laubend von Weihbischof Herwig Gössl gesegnet wurde, ein s zu viel verpasst (Dienstagausgabe, Seite 18). Ein doppelt blöder Fehler, denn für den orthografisch naheliegenden Amboss war es auch wieder ein s zu wenig. Und in diesem Fall ging es ja auch nicht um die Unterlage, auf der glühendes Metall landet, das der Schmied mithilfe anderer Werkzeuge umformt. Sondern um die Unterlage namens Ambo (altgriechisch für "erhöhter Rand"), auf der biblische Schriften liegen, die von einem Lektor vorgetragen werden. In diesem Fall haben nicht nur die Augen menschlicher Prüfer versagt, sondern auch Kollege Computer, der auch "Volksalters" (statt Volksaltar) durchwinkte.

An dieser Stelle bitten wir bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, um Entschuldigung für diese Fehler. Und weil das Jahr noch jung ist, bleibt noch Raum für einen guten Vorsatz: 2019 noch stärker auf jedes Komma und jedes Wort zu achten! Dass trotzdem etwas durchrutscht, wird nicht auszuschließen sein. Während uns dann wieder morgens der Kaffee hochkommt, laden wir Sie ein, es mit dem Motto unserer Themenwoche im Februar zu probieren: Humor. Sehen Sie schon den Lektor vor sich, wie er am Lesepult steht und wie wild mit dem Hammer auf ein Buch einschlägt?