Mit einer nach dem Seitenwechsel durchaus überzeugenden Leistung gab es zur Premiere des HSC Coburg II in der der 3. Liga in der Parsival-Sporthalle in Amorbach einen verdienten 26:21-Sieg beim TV Kirchzell.
Es war ein ganz toller Erfolg für den Klassenneuling, der vor allem von der immer stabiler werdenden Deckungsarbeit von Rivera & Co. gesichert wurde.
Absteiger HF Springe machte die Planung zum sofortigen Wiederaufstieg mit dem 27:19 gegen HC Elbflorenz, dem Dritten der Saison 2015/1016, gleich zu Beginn sehr deutlich. HSC Bad Neustadt musste sich zu Hause gegen Eintracht Hildesheim mit 22:26 geschlagen geben.


TV Kirchzell gegen
HSC Coburg II 21:26 (11:12)

Zumindest die ersten 30 Minuten waren überaus spannend. Der Gastgeber versuche sein Glück mit hohem Tempo, sowie einer sehr aufmerksamen und variablen Deckung. Coburg agierte dagegen abwartender und nach der Suche, das Spiel in den Griff zu bekommen.
Das dauerte, denn die Stürmer wurden teils sehr früh attackiert, während die Abwehr ihren Kreis zwar völlig dicht machte, aber zu viele Würfe aus der zweiten Reihe zum Leidwesen von TW Jonas Faber passieren ließ. Neunmal Gleichstand bis zum Pausenpfiff machte die Hartnäckigkeit in dieser fairen Partie deutlich, in der die Coburger Stehvermögen zeigten und auch langsam in einigen Szenen ihr Übergewicht mit guten Anspielen an den Kreis andeuteten. Oft stand allerdings der starke TV-Keeper im Weg.
Nach dem Wechsel übernahm der HSC II gleich die Initiative, aber noch hielt Kirchzell ganz gut mit und ging sogar mit 14:13 in Führung. Mit drei schnellen Treffern zum 16:14 (40.) durch ein herrliches Solo von Kellner, Franke nach einem selbstlosen Pass von Andersson und Schramm (im Zweikampf energisch durchgesetzt), wurde Coburg nun auch im Angriff immer überzeugender. Der junge Kellner gefiel mit einem Doppelpack zum 20:17 und als der Abwehrstratege Rivera mit überraschendem Wurf das 22:17 erzielte, hatte die nicht schlecht spielenden Gastgeber nicht mehr viel auszurichten, wenngleich der Spielfluss des HSC dann etwas ins Stottern kam.
Da halfen ein paar tolle Paraden von Jonas Faber und der HSG-Angriff kam auch schnell wieder auf Trab. Als Keller mit seinem Tor Nummer fünf das 24:20 (57.) erzielte, war die Partie gegen einen starken Gegner endgültig gelaufen, und das, obwohl HCS-Coach Baucke immer noch auf Torjäger Andreas Wolf verzichten muss.
SR: Markus Fähnle (Königsbrunn) / Jörg Schulle (Oberkochen). - Zuschauer: 410. - Zeitstrafen: je 1. - HSC 2000 Coburg II: Jonas Faber - Dominik Baucke, Johan Andersson (3/1), Nikola Franke (1), Hajck Karapetjan (4/1), Benedikt Kellner (5), Lars Fichtner (1), Maximilian Drude (4), Jonathan Rivera (1), Kenny Schramm (7).


Stimmen zum Spiel

HSC-Trainer Ralf Baucke: "Ich bin überglücklich. Die Mannschaft hat die Vorgaben perfekt umgesetzt. Wir haben uns gut vorbereitet, haben eine gute Abwehr gespielt, einschließlich von Jonas Faber im Tor, der in wichtigen Phaseneinige Bälle gehalten. Im Angriff hat sich bemerkbar gemacht, dass wir in vielen Positionen gefährlich sind. Bis der Gegner die Räume öffnete hat, hat etwas gebraucht. Aber insgesamt haben wir aus einer kompakten Abwehr gespielt und auch vorne einige schöne Aktionen gehabt. Am Schluss haben wir dann auch sicher verdient gewonnen."
Andreas Kunz (Spielertrainer TV Kirchzell): "Nach der Anfangsviertelstunde haben wir nicht mehr die Durchschlagskraft gefunden, in der wir mit viel Power und Überzeugung nach vorn gespielt haben. In Halbzeit zwei haben wir uns an der hoch präsenten 6:0-Deckung der Gäste die Zähne ausgebissen. Die Chancenverwertung von den Flügeln und aus dem Rückraum hat gefehlt. Insgesamt haben wir nicht schlecht gespielt, das Spiel haben wir vorne verloren.
Max Drude (HSC-Spieler zurück aus Wolfsbüttelbrunn): "Wir haben uns gut auf den Gegner eingestellt, wussten, dass auf jeden Fall was zu holen ist und von Anfang an Gas gegeben. Es war ein Superstart in die Saison, so kann es weitergehen. Alles gut und heute wird gefeiert."