Erst im Endspiel der deutschen Meisterschaft der Ü50-Basketballer, die in Erlangen stattfand und für die sich die besten 16 Mannschaften dieser Altersklasse aus ganz Deutschland qualifiziert hatten, fand die unerwartet souveräne Siegesserie der Spielgemeinschaft Breitengüßbach/Bayreuth ein jähes Ende. Im Finale unterlag die durch einen Gastspieler aus Bayreuth verstärkte Seniorenmannschaft des TSV Breitengüßbach der SG Erlangen/Ansbach mit 36:55.
Schon in der Vorrunde präsentierte sich die von Hans-Jürgen Uch gecoachte Güßbacher Mannschaft hochkonzentriert und zielsicher und wies die Gegner USC Freiburg (29:15), RW Cuxhafen (40:24) sowie Titelverteidiger SG Langen/Frankfurt (41:30) deutlich in die Schranken. Nachdem auch Viertelfinalgegner SG Telgte/Boele-Kabel (44:15) sowie im Halbfinale die SG Feuerbach/Marbach (30:18) klar bezwungen wurden, gingen die Breitengüßbacher somit ohne Niederlage und in der Hoffnung auf den großen Wurf in das Finale.
Das Endspiel wurde dann in viermal sieben Minuten auf das große Feld gespielt. Mit dieser Umstellung schien der Finalgegner, die gastgebende SG Erlangen/Ansbach, von Beginn an besser zurecht zu kommen. Nachdem sich die Breitengüßbacher schon im ersten Viertel etliche leichte Fastbreakpunkte eingefangen hatten und ihnen Anfang des zweiten Viertels etwa vier Minuten lang kein Korb gelang, gingen die Mittelfranken deutlich mit 25:13 in Führung.


Wiegand und Jenko drehen auf

Zwar kämpfte sich Breitengüßbach bis zur Halbzeit nochmals auf 28:21 heran, doch fortan nutzten die beiden Ansbacher Ausnahmespieler Wiegand (15) und Jenko (22) ihre physische und technische Überlegenheit aus und waren von keinem Gegenspieler mehr zu stoppen. Die Begegnung war schon zu Beginn des letzten Abschnitts (42:28) quasi entschieden, denn die Breitengüßbacher fanden auch in der Offensive immer seltener einen guten Abschluss. Die beiden Ansbacher Spieler steuerten zum ungefährdeten 55:36-Sieg der Ansbacher/Erlanger am Ende mehr Punkte bei als die gesamte Güßbacher Mannschaft erzielte! Das Erreichen des Finales und der deutsche Vizemeistertitel stellen dennoch einen unerwarteten Erfolg der Güßbacher "Oldies" dar. red