Elke Englert Die Kabarettistin Andrea Volk zeigte am Wochenende in Haßfurt, wo es im Büroalltag lang geht. Mit ihrem Programm "Feier-Abend! Büro und Bekloppte" beschäftigte sie sich mit dem Überleben im digitalen Wandel 4.0.

Zum ersten Mal präsentierte sich Andrea Volk im süddeutschen Raum. Sie begeisterte mit deftiger Comedy. Zuerst kam der Kaffee, den sie auf der Bühne der Rathaushalle serviert bekam, und dann der Büroalltag.

Früher, meinte Volk, fand die Teambildung beim Kegeln statt. Heute ist es ein Aufeinandertreffen im Kletterpark - mit Chef in kurzer Hose, die gegen die Genfer Konvention verstößt.

Aber wie praktiziert man den digitalen Wandel im Büro, wenn das "Kompetenzteam" aus mehr Nullen als Einsen besteht? Es entstehe Krieg am Kopierer und Bio-Susanne halte vom Achtsamkeitstraining in der Teeküche mehr als von der Arbeit im Büro, schilderte die Kabarettistin. Dies gehe so weit, dass der Bürokratenterror Erich Honecker wieder auferstehen lasse. Es gebe mehr Meetings als die Zeit zum Denken, mehr Software als Lösungen ... und abgedrehte Kollegen, die bekloppt machen.

Den Gästen in der Rathaushalle kamen die Tränen vor Lachen und viele fühlten sich offenbar ins eigene Büroleben hineinversetzt. Andrea Volk bekam viel Zustimmung und Beifall - zwischendurch und besonders am Ende des Abends.