Bei Hitlers brennt noch Licht, das zeigt sich nicht nur am Terror in Hanau, sondern auch bei der bevorstehenden Kommunalwahl. Oliver Fell, Bürgermeisterkandidat in Oberleichtersbach, verbreitete im vergangenen Sommer mehrfach rechtsradikale Inhalte im Internet. Eine Distanzierung erfolgte erst auf öffentlichen Druck durch die Medien. Es sei ein absoluter Fehler gewesen, heißt es von Fell. Die Frage, die sich stellt: Wie viele Fehler sind denn erlaubt? Fast 40 Screenshots von Fells Facebookprofil liegen der Redaktion vor. Der CSU-Ortsverband spricht ihm dennoch keine extreme Ausrichtung zu. Fürs Protokoll: Dabei handelt es sich um den gleichen Ortsverband, in dem ein Mitglied ein Video verbreitet, in dem unter anderem nationalsozialistische Propaganda aus dem Jahr 1944 zu sehen ist: Die deutsche Frau solle ihr Blut rein halten. Hinter der Parole steckt eine menschenverachtende Rassenpolitik und die nationalsozialistische Blut-und-Boden-Ideologie. Sollte ein Ortsverband, der solche Meinungen in seinen Reihen hat, einen Bürgermeister stellen? Darauf darf es nur eine Antwort geben: Nein. j.schlereth@infranken.de