Das Beichtmobil des katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" macht in der Karwoche Station in Bamberg. Am morgigen Mittwoch, 28. März, ist der fahrende Beichtstuhl von 10 bis 18 Uhr auf dem Maxplatz aufgestellt.
Der geistliche Assistent von "Kirche in Not", Pater Hermann-Josef Hubka vom Orden der "Brüder vom gemeinsamen Leben", steht dort allen Passanten unabhängig von Glaube und Weltanschauung für Gespräche und seelsorglichen Rat zur Verfügung. Katholische Christen können bei ihm außerdem das Sakrament der Versöhnung (Beichte) empfangen. Auf einem
Büchertisch werden darüber hinaus Anregungen zum geistlichen Leben und Informationen über die Arbeit von "Kirche in Not" zu finden sein, teilen die Initiatoren mit.
Bei dem "Beichtmobil" handelt es sich um einen zum fahrenden Beichtstuhl umgebauten VW-Bus. Das im Mai 2013 eingeweihte Fahrzeug ist bereits das
zweite seiner Art. Das Beichtmobil tourt durch Städte und Pfarrgemeinden; es ist bei kirchlichen Großveranstaltungen ebenso im Einsatz wie bei Handelsmessen und Stadtfesten.
Wie Pater Hubka erklärt, wolle "Kirche in Not" allen Menschen mit der Aktion einen Denkanstoß in der unmittelbaren Vorbereitung auf Ostern geben. "Oft reicht schon der Anblick des Beichtmobils und die Menschen denken über ihr Leben nach", sagt er. "Wenn uns das gelingt, haben wir schon viel
erreicht: einen Moment des Innehaltens. Das tut allen gut - egal, ob wir katholisch, evangelisch, muslimischen Glaubens sind oder gar keiner Religionsgemeinschaft angehören."
Mit dem Beichtmobil knüpft "Kirche in Not" an die Tradition der "Kapellenwagen" an. Mit diesen zu fahrenden Kirchen umgebauten Lkws hatte der Gründer des Hilfswerks, der niederländische Ordensmann Pater Werenfried van Straaten (1913-2003), nach dem Zweiten Weltkrieg mitgeholfen, die Seelsorge für heimatvertriebene Katholiken in Diasporagebieten sicherzustellen. red