Haßfurt — Nein, am teils dichteren Nebel lag es vermutlich nicht. Damit hatten schließlich beide Teams zu kämpfen. Umso enttäuschender war es für die nur wenigen Zuschauer, dass der ESC Haßfurt auch seine letzte Vorbereitungspartie für die Eishockey-Landesligasaison verloren hat - und das gegen den klassentieferen EHC Mitterteich mit 2:3 (0:2, 2:0, 0:0).
Zwar wurde die knappe Niederlage erst mit dem vorher vereinbarten Penaltyschießen - falls es nach der regulären Spielzeit keinen Sieger gibt - besiegelt. Doch schon die Tatsache, dass es nach 60 Minuten wie schon beim ersten Aufeinandertreffen wieder nur Unentschieden stand, war für Lubos Thür "sehr enttäuschend". Dementsprechend war der "Hawks"-Trainer "überhaupt nicht" zufrieden. "Wir haben nicht das gespielt, was ich wollte. So können wir nicht in der Liga auftreten", blickte er bereits auf die erste Heimpartie seiner Mannschaft gegen die "Wild Lions" aus Amberg in knapp zwei Wochen.
Nach einem sehr zerfahrenen ersten Drittel, in dem die Hausherren durch "dumme Tore" (Thür) mit 0:2 im Rückstand lagen, gelang im zweiten Abschnitt gegen hochmotivierte Gäste zumindest der schnelle Anschluss (David Franek, 21.) sowie der späte Ausgleich (Michael Rister, 34.).
Doch insgesamt taten sich Kapitän Phillip Bates und seine Teamkollegen weiterhin schwer. Sie saßen - wie auch ihre Kontrahenten - aufgrund unnötiger Fouls zudem oft auf der Strafbank. Ein richtiger Spielfluss war somit eigentlich nicht möglich. Da beiden Mannschaften bis zum Ende der regulären Spielzeit kein weiterer Treffer gelang, musste das Penaltyschießen entscheiden. Erst mit dem insgesamt 16. Alleingang entschied "Dragon"-Angreifer Thomas Bodenschatz die wenig unterhaltsame Partie.


Noch viele Sachen zu verbessern

"Wir müssen damit leben und wollen nicht zurückschauen", hofft Lubos Thür, die Saisonvorbereitung mit nur einem einzigen Unentschieden sowie fünf Niederlagen schnell zu vergessen. Auch ihm ist bewusst, dass in den verbleibenden Tagen bis zum Rundenstart noch eine gewaltige Steigerung notwendig ist. "Natürlich müssen wir noch viele Sachen verbessern. Das ist schon klar", wollte der 49-Jährige nichts schön reden. "Ansonsten haben wir in der Liga nichts zu suchen."
ESC Haßfurt: Mart. Hildenbrand, Tscherepanow - Max Hildenbrand, Marc. Hildenbrand, Stahl, Rambacher, Bates - Kohn, Zösch, Kurz, Kine-
reisch, Wildenauer, Lang, Stach, Franek, Hümmer, Dietrich, Rister / SR: Wittmann, Braun / Zuschauer: 77 / Tore für Haßfurt: Franek, Rister / Strafzeiten: Haßfurt 32 / Mitterteich 32 plus jeweils Disziplinarstrafen gegen Schulz und Tritjak rn