Eine hart umkämpfte und spannende Partie für die Zuschauer, ein weiterer Erfolg für den Eishockey-Landesligisten ESC Haßfurt und ein blutiger und schmerzhafter Abend für David Franek: Zwar gewannen die Haßfurter Puckjäger auch ihr viertes Vorbereitungsspiel mit 4:1 (0:0, 0:0, 4:1) gegen EJ Kassel, was Trainer Martin Reichert natürlich freute. Doch überschattet wurde der Sieg von einem unabsichtlichen Schlag eines Gegenspielers ins Gesicht des ESC-Torjägers, der daraufhin zwei Zähne verlor.


Zum Ligastart wohl dabei

Bei einem Dreikampf an der Bande kurz vor dem Ende des zweiten Spielabschnittes hob der Kasseler Luca-Phillip Obernesser seinen Schläger plötzlich unkontrolliert nach oben und traf Franek, der sofort zu Boden sank. Stark blutend musste der 31-Jährige vom Eis gebracht werden. Zumindest scheint nach ersten zahnärztlichen Behandlungen ein Einsatz für das kommende Wochenende, an dem die ersten beiden Pflichtspiele in Nürnberg und gegen Bad Kissingen anstehen, möglich.
Insgesamt sahen die offiziell 154 Zuschauer eine bis zum Ende hart umkämpfte Begegnung, in der nach 40 Minuten immer noch keine Treffer gefallen waren. Und das, obwohl die "Hawks" sich bis dato unzählige Torchancen erarbeitet hatten.
Ein Spieler aber war der Hauptgarant dafür, dass der Kasten der Gäste sauber blieb: Torhüter Jan-Eric Obernesser, der sich den Beinamen "Wand" aufgrund seiner Glanztaten wirklich verdient hatte. Zwar war dessen Stellvertreter Thomas Eisenträger, der in den letzten 20 Minuten zwischen den Pfosten des Hessenligisten stand, ebenfalls ein Guter. Trotzdem konnte er nicht verhindern, dass ihn die teilweise drückend überlegenen "Hawks" doch noch vier Mal überwanden. Ilja Kinereisch (44.), der aktuelle Topscorer Frederic Rambacher, der wieder zwei Mal ins Schwarze traf (47., 57.) und einen weiteren Assist beisteuerte, sowie Max Hildenbrand (59.), sorgten bei einem Gegentreffer von Patrick Berendt (51.) für den Erfolg.
Letztlich machte sich bei den Kasselern, die in Haßfurt ihren ersten und gleichzeitig einzigen Test vor dem Rundenbeginn der Hessenliga am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt bestritten, der Kräfteverschleiß bemerkbar: Ihnen standen lediglich zwei Reihen zur Verfügung.


Lob für den Gegner

"Das Spiel war teilweise nicht schön zum Anschauen", bemängelte Martin Reichert einerseits. Andererseits lobte er auch den "sehr schweren Gegner", der "unheimlich gut zugemacht" habe. "Es war für uns im gegnerischen Drittel sehr schwer. Es war aber wichtig für meine Mannschaft, dass sie ruhig geblieben ist."
ESC Haßfurt: Mart. Hildenbrand, Köhler - Stahl, Max Hildenbrand, Marc. Hildenbrand, Marx, Rambacher, Bates, Breyer, Vollert - Behr, Krapf, Kurz, Kinereisch, Wildenauer, Franek, Hümmer, Rister / SR: Reitz, Guth / Zuschauer: 154 / Tore für Haßfurt: Rambacher (2), Kinereisch, Max Hildenbrand / Strafzeiten: Haßfurt 16 / Kassel 17 plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Obernesser