von unserem Mitarbeiter Horst Wunner

Neudrossenfeld — Mit einer ansprechenden Leistung erkämpfte sich der Neuling beim Heimdebut in der Bayernliga den ersten Punkt. Gleiches galt aber auch für den VfL Frohnlach, der am ersten Spieltag noch mit 2:3 an Eltersdorf gescheitert war.
Das Ergebnis, das zur Halbzeit mit 1:1 schon feststand, wobei Frohnlach führte, entsprach dem Spielverlauf. Beiden Teams boten sich jedoch noch Chancen zum entscheidenden Treffer, der aber nicht fiel.
Den zwei Toren gingen jeweils Fehler voraus. Zuerst ließ der heimische Keeper Küfner, der sonst sicher agierte, einen nicht schwierigen Schuss abprallen, McCullough bedankte sich dafür kaltblütig. Auf der Gegenseite war eine verunglückte Rückgabe von Eckert per Brust zu seinem Schlussmann der Auslöser für den Ausgleich, Tonka sprintete dazwischen und hob das Leder über den herausstürmenden Bauer.
Pech für Frohnlach, dass der stärkste Gästeakteur Özdemir in der 12. Minute knapp vorbei zielte, ein 0:2 wäre wahrscheinlich schwer für den Gastgeber zu egalisieren gewesen sein. Nach dem Ausgleich gewann die Partie an Fahrt, besonders die Drossenfeldder steigerten sich. In der ersten halben Stunde herrschte bei ihnen noch eine unerklärliche Nervosität, die Abspielfehler und verlorene Zweikämpfe nach sich zog. Jahrsdörfer, zur Pause eingewechselt, bot sich die Möglichkeit zur Führung, doch er wurde im letzten Moment abgeblockt. Tonka (48.) verzog kurz darauf aussichtsreich. Glänzend reagierte Küfner per Faustabwehr gegen McCullough (52.) und Civelek vergab in der 60. Minute nach gutem Kombinationsspiel aus Nahdistanz. In der Schlussphase neutralisierten sich beide Mannschaften, obwohl die Gastgeber noch einen Zahn zulegen konnten. Rassige Zweikämpfe lieferten sich der beste TSV-ler Taubenreuther mit VfL-Kapitän Özdemir, hatte ihn gut im Griff. Lämmert überzeugte mit einem Riesenarbeitspensum, Neuzugang Meyer hätte seine Schnelligkeit noch mehr in die Waagschale legen können. Die Leistung von Tonka macht Hoffnung.
Insgesamt zeigten sich die Platzherren gut erholt von der knappen Niederlage in der Nachspielzeit in Erlenbach. Das sah auch Heimcoach Detlef Hugel so, bemängelte aber die Nervenschwäche seiner Leute zu Beginn der Begegnung: "Sie haben aber Moral und Charakter bewiesen, sich nach dem Rückstand zurückgekämpft". Das nehme er für die Zukunft als Positivum mit.
Dem Frohnlacher Trainer Stefan Braungardt gefiel der gute Beginn: "Wir hätten aber die Führung ausbauen und eine vorzeitige Entscheidung herbeiführen müssen". Da fehle es noch an der Cleverness. Neben Özdemir konnten sich noch McCullough und Burkhard besonders auszeichnen. Schiedsrichter Dotzel leitete unauffällig und umsichtig.