Das Minimalziel Viertelfinale haben die Alligators längst erreicht, doch der Höchstadter EC hat sich auch von einem Rückstand in den Bayernliga-Play-offs gegen den HC Landsberg nicht den Ehrgeiz nehmen lassen, die Eishockey-Saison noch erfolgreicher zu gestalten. Nach einem Sieg im Penaltyschießen bei den Oberbayern und einem 5:2 zu Hause haben die Mittelfranken zwei Matchbälle zum Einzug in die Runde der letzten vier.


Verzicht auf attraktives Fünftes

Am liebsten wollen die Panzerechsen gleich den ersten am heutigen Freitag (20 Uhr) beim HC nutzen, um es nicht am Sonntag vor heimischer Kulisse zu einer Zitterpartie kommen zu lassen, auch wenn dieses fünfte Spiel für die Höchstadter Zuschauer sicherlich attraktiv wäre. In der engen Serie gegen die Riverkings ist alles möglich, wie man schon am vergangenen Wochenende gesehen hat.
Am Freitag hatte das Team aus der Garnisonsstadt alles versucht, um zu verhindern, dass die Höchstadter die Festung einnehmen. Die "Eroberer" aus dem Aischgrund benötigten die Verlängerung und das Penaltyschießen.


Vojcak und Kreuzer nervenstark

Zweimal glichen die Lechtaler eine Führung der Alligators postwendend aus, gingen selbst in Führung, brachten diese aber nicht über die Zeit. So kam es zum Shoot-Out, bei dem Martin Vojcak und Ales Kreuzer dafür sorgten, dass die Panzerechsen die Serie ausglichen.
Am Sonntag erwiesen sich die Riverkings im Gegenzug als hartnäckiger Belagerer am Kieferndorfer Weg, doch ihre Lanzen wurden an den massiven Höchstadter Abwehrreihen nach der Hälfte der Partie stumpf und die Panzerechsen bissen richtig zu. Patrik Dzemla brachte die Alligators in Führung, bevor Kerber ausglich. Schnell schnappten sich die Panzerechsen aber wieder die Führung.


Landsberg nahm Goalie runter

Richard Stütz und Kreuzer brachten den HEC mit zwei Toren in Front, der HCL kam zwar durch Fischer noch einmal ran, Vojcak stellte aber kurz darauf den alten Abstand wieder her. Im letzten Drittel kämpfte der Vorrundenvierte gegen die Niederlage, nahm den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, bis erneut Kreuzer mit seinem sechsten Viertelfinaltreffer zum 5:2 den Riverkings den letzten Zacken aus der Krone schlug.
Die Partie war aber deutlich enger, als das Ergebnis aussagte. Lange kämpften beide Teams erbittert um jeden Puck, und hätten die Oberbayern ihre Überzahlchancen konsequent genutzt, hätte das Spiel auch ganz anders ausgehen können. Heute geht es um 20 Uhr in Landsberg wieder - diese Phrase sei bemüht - bei null los. Kein Spiel der Serie war wie das andere und lange ging es knapp hin und her. So ist auch der Ausgang der vierten Begegnung völlig offen.
Die Mittelfranken scheinen am vergangenen Wochenende wieder in ihren Play-off-Modus der Vorsaison gekommen zu sein: Kämpfen um jeden Puck, Kratzen mit allen verfügbaren Krallen und Zubeißen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Dabei können sich die Höchstadter auch wieder auf die Unterstützung ihrer Fans verlassen. ZweiBusse reisen an den Lech, mit Privatfahrern werden etwa 100 Alligators-Anhänger in Landsberg erwartet. mst