Der Dekanatsrat, die Delegierten aus den Pfarrgemeinderäten der Pfarreiengemeinschaften des katholischen Dekanats Haßberge, tagte im Knetzgauer Gemeindeteil Oberschwappach. Nach der konstituierenden Sitzung und dem Bischofsbesuch ging es um die Findung von "Brennpunkten" im Dekanat, wie das Diözesanbüro in Haßfurt mitteilte. Es ging um Inhalte.

"Brennender Dornbusch"

Einleitend wurde der alttestamentliche Bericht des "brennenden Dornbuschs" verlesen. Während es biblisch um den Berufungsauftrag von Mose geht, wurde hier von der Gottes- und Glaubenserfahrung berichtet. Diese bezogen sich unter anderem auf das Helfen, Wallfahrten, Gottesdienste, das Zweite Vaticanum, Jugendgottesdienste wie RockSofa. Im weiteren Verlauf wurde erfragt: Was stärkt, um in der Kirche aktiv zu sein? Zusammenfassend ließen sich die Antworten in Begriffe einteilen wie etwa: Wertschätzung, Gemeinschaft, Begegnung, geistige Tiefe, Bereitschaft für Gottes Wort, Talente zulassen, Stütze in der Lebensbewältigung sowie Lebenshilfen.

Ernüchtert wurde festgestellt, dass diese Motivationen auch in Gruppen und Vereinen möglich sind. Daraus ergab sich die Frage: Was ist Aufgabe für den Dekanatsrat? Dazu gehörten Aussagen wie: mutig neue Wege gehen, Gemeinschaftswünsche zulassen, ein Vermittler zwischen Haupt- und Nebenamtlichen in den Gemeinden sein; Ehrenamtlichen helfen, neue Talente zu entwickeln, Glaubensräume zu entwickeln; junge Leute zu einer Beziehung zum "Heiligen" ermutigen. Als Problem wurde erkannt: junge Menschen zu erreichen, aber alte nicht vor den Kopf zu stoßen. In der Reihung der "Brennpunkte" stehen für den Dekanatsrat nun obenan: Blick auf das Leben in den Dörfern zu werfen, die Jugend zu fördern und eine Austauschplattform für die Räte zu bieten. Die nächste Sitzung des Dekanatsrats findet im Herbst statt. ft