Neustadt — Die Leichtigkeit ist weg. Die Kegler des PSV Franken Neustadt haben diese im Kalenderjahr 2015 gänzlich verloren. Das Team um Kapitän Jürgen Bieberbach spielt bislang eine katastrophale Rückrunde und konnte nur zwei der letzten sieben Spiele gewinnen.
Damit hat sogar der Tabellenvorletzte SV Lauscha besser in dieser Phase abgeschnitten und die "Glasbläser" dürfen sich aufgrund der letzten Wochen sicher auch am Samstag in Neustadt etwas ausrechnen.
Die Thüringer gewannen zuletzt überraschend in Bad Soden-Salmünster und könnten sich mit zwei weiteren Siegen gar noch ins Tabellenmittelfeld kämpfen. Im Lager der Franken sieht man seit Samstag deutlich geknickte Akteure.
"Die Enttäuschung über die ganze schwache Leistung im Spitzenspiel sitzt tief in den Köpfen und es ist schwierig den Schalter umzulegen", erklärte Betreuer Ulrich Bieberbach. Dabei ist der Aufstieg auf keinen Fall abgeschrieben oder gar völlig utopisch.
Mehrere Szenarien sind noch möglich. Der Tabellenzweite spielt Ende April auf jeden Fall Relegation mit den anderen beiden Vizemeistern aus den 2. Bundesligen West und Mitte und dem Neuntplatzierten der 1. Liga.
Schon ein Sieg reicht um diesen 2. Platz zu festigen. Aber auch den Titel sollten die Puppenstädter noch nicht ganz aufgeben und zumindest ihre beiden Partien gewinnen, denn Favorit Frammersbach hat vor allem am letzten Spieltag die harte Nuss in Haibach zu knacken und bei Punktgleichheit würde es noch ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft geben.
Für den PSV steht also auf jeden Fall Wiedergutmachung im letzten Heimspiel der Saison an, verbunden mit der Vorbereitung auf die sehr wahrscheinliche Saisonverlängerung. nh