Kreis Haßberge — Die Arbeitslosigkeit hat sich im Landkreis Haßberge von August auf September dieses Jahres um 64 Personen auf 1626 Erwerbslose verringert. Diese Zahlen gab am Dienstag die Agentur für Arbeit in ihrem Arbeitsmarktbericht für September 2014 bekannt. Diese 1626 Erwerbslosen jetzt entsprachen fast genau dem Arbeitslosen-Stand im September vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote betrug im September 2014 genau 3,3 Prozent. Sie war damit exakt so hoch wie im September 2013.
Der Bestand an verfügbaren Arbeitsplätzen ist jetzt im September um 18 auf 389 offene Stellen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September gab es sieben Arbeitsstellen mehr, wie aus dem Agenturbericht weiter hervorgeht.
Im September blieb die Arbeitslosigkeit fast unverändert, fasst die Agentur zusammen. Diese Entwicklung "ist für den Monat September auch im langjährigen Vergleich nicht üblich", stellt Thomas Stelzer, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, fest.
Die Behörde in Schweinfurt ist zuständig für die gesamte Region Main-Rhön. Das sind die vier Landkreise Schweinfurt, Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld sowie die Stadt Schweinfurt. Im Kreis Haßberge betreibt die Agentur für Arbeit eine Geschäftsstelle in der Kreisstadt Haßfurt.
"In Anbetracht des Fachkräftebedarfs hatte ich erwartet, dass ein größerer Teil der jungen Menschen, die nach Beendigung der Ausbildung nicht direkt übernommen wurden, im September ihre Arbeitslosigkeit beenden könnten". Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen unter 25 Jahre lag im Berichtsmonat September allerdings über der allgemeinen Quote.
"Einen Unterschied zum Vorjahr gibt es allerdings, der diese Zahlen zumindest teilweise erklärt", ergänzt Stelzer: "Viele junge Menschen melden sich nach dem Ende der Ausbildung arbeitslos, streben aber nach den Ferien einen weiterführenden Schulbesuch an. Im letzten Jahr war der statistische Zähltag deckungsgleich mit dem ersten Schultag nach den Sommerferien, so dass diese Menschen nicht mehr als arbeitslos gezählt wurden. In diesem Jahr begann die Schule erst nach dem Zähltag, so dass alle jungen Menschen, die auf den Schulbeginn gewartet haben, im September noch arbeitslos waren".

Stagnation

Die aktuelle Stagnation auf dem Arbeitsmarkt in der Region führt die Agentur darauf zurück, dass zwar kaum noch mehr Menschen arbeitslos wurden, aber die Aufnahmefähigkeit des Marktes weniger anstieg, als es nach der Ferienzeit üblich ist. Der Stellenmarkt zeigte indes noch keine Anzeichen einer grundsätzlichen Eintrübung. ks