Paulus kannte die 613 Gebote und Verbote im Judentum sehr genau.
Galt er zu Beginn noch als gnadenloser Verfolger der Menschen, die den neuen Weg nach Christi Vorbild eingeschlagen haben, ging er nach seiner Bekehrung mit dem gleichen Eifer daran, die Frohbotschaft zu verkünden. Er wurde nicht müde, immer wieder herauszustellen, dass alle Menschen vor Gott gleich sind.
Bernd Edrich zeigte ein völlig anderes Bild als das, das der Satz "Die Frau schweige in der Kirche" annehmen lässt. Paulus gründete auf seinen Missionsreisen viele kleine Gemeinden, in denen er Frauen als Leiterinnen einsetzte.
Der Referent machte aber auch deutlich, dass einige Aussagen und Vorschriften ganz einfach zeitbedingt gesehen und erklärt werden können. Auch bei der Übersetzung der Schriften prägte die patriarchalische Sicht die Texte. Exegeten sind sich sicher, dass die Aussage von der "Frau, die in der Kirche zu schweigen habe" ein nicht von Paulus stammender Satz sei, der später eingeschoben wurde. HB