Leben Möwen eigentlich nicht am Meer? Nicht nur - auch bei uns kann man Lachmöwen das ganze Jahr über beobachten. Im Sommer brütet die Lachmöwe an vielen bayerischen Gewässern und im Winter zieht sie quer durch Europa oder kommt nach Bayern, um hier zu überwintern.

"Mitmachmöwen" ist ein Projekt zur Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie und des Biodiversitätsprogramms Bayern 2030 und wird gemeinsam von den Regierungen von Niederbayern und Mittelfranken durchgeführt. Bei dem Projekt erhalten die Bürger nicht nur einen Einblick in das Leben der Lachmöwe, sondern auch über Vogelzug und Gefiederwechsel und weitere Vogelarten an bayerischen Gewässern.

Infos zur Herkunft

Die Besonderheit ist, dass die Menschen selbst mitwirken können: Wenn sie eine Lachmöwe mit Fußring entdecken, können sie diese fotografieren und das Foto auf der Internetseite des Projekts (http://mitmachmoewen.de) hochladen. Sie erhalten dann Informationen zur Herkunft und Aufenthaltsorten ihrer Lachmöwe, teilt die mittelfränkische Bezirksregierung mit.

",Museum Praha ES 40.152‘ war am vergangenen Sonntag auf dem Ring am Fuß einer Lachmöwe am Wöhrder See in Nürnberg zu lesen. Die erste Ringmeldung in unserem Projekt ,Mitmachmöwen‘ in Mittelfranken. Wurde sie vielleicht schon einmal beobachtet und kann man erfahren, welche Reiseroute sie zu uns genommen hat? Ein schönes Bild in diesen Tagen, Möwen aus aller Herren Länder sitzen friedlich beieinander. Es müssen nicht immer die seltenen Arten sein, die den Menschen einen Zugang zur Natur ermöglichen. Gemeinsam mit den Kollegen aus Niederbayern und der Umweltstation Nürnberg möchten wir Bürger für unsere gefiederten Wintergäste begeistern und zum Mitforschen animieren", sagt Regierungspräsident Thomas Bauer.

Das Projekt "Mitmachmöwen" geht auf eine Initiative von Philipp Hermann (Regierung von Niederbayern) zurück, der die Idee der Ringablesung im Stadtgebiet Landshut bereits praktiziert. Bei der Regierung von Mittelfranken kümmert sich Stefan Böger um die Betreuung des Projekts. Durch das Projekt soll Bürgern ein Zugang zur Natur über einmalige Erlebnisse und den direkten Kontakt mit Tieren ermöglicht werden. Es wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit gefördert. red