Laut Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken verspüren Menschen starke Sehnsucht nach spirituellem Erleben. Mit der Gottesdienstreihe "Türöffner-Erlebnisse" möchte der Pfarreienverbund Eckenhaid, Stöckach-Forth und Weißenohe im Erzbistum Bamberg diese Sehnsucht aufgreifen und auch kirchenferne Menschen ansprechen.

Auch Menschen, die mit der traditionellen Liturgie Schwierigkeiten haben, sollen mit dieser Gottesdienstreihe und einer zeitgemäßen Sprache angesprochen werden. Unterstützt werden die Gemeinden vom Bonifatiuswerk, das mithilfe seines bundesweiten Förderprogramms "Räume des Glaubens eröffnen" insgesamt 8500 Euro zur Verfügung stellt.

Die Veranstaltung findet alle zwei Monate Freitagabend um 20 Uhr in der katholischen Kirche Eckenhaid (Kreis Erlangen-Höchstadt) statt. "Die Leitidee ist dabei: willkommen sein, Atem holen, Kraft tanken und Sinn entdecken", sagt Andrea Felser-Friedrich von der Pfarrei Eckenhaid, die zum Projektteam gehört.

Der Generalsekretär des Bonifatiuswerks, Monsignore Georg Austen, erläutert: "Mit ansprechend gestalteten Gottesdiensten und mit einer zeitgemäßen Sprache die Menschen im Herzen zu berühren, ist eine Herausforderung, vor der wir als Kirche immer wieder erneut stehen."

Aufgeteilt in vier Blöcke

Die Initiatoren beschreiben den Ablauf der Gottesdienste. Die Gottesdienste gliedern sich in vier Blöcke: Auf einen Einstieg mit Lebensweltbezug folgt die Verkündigung. Anschließend können sich die Besucher selbst einbringen, indem sie Gebete schreiben, sich kreativ mit dem Leitgedanken auseinandersetzen oder mit dem Prediger ins Gespräch kommen. Sie dürfen aber auch sitzen bleiben und die Musik genießen. Im letzten Block werden Gebete der Besucher und des Vorbereitungsteams vorgetragen. Am Schluss steht der Segen Gottes.

Bei der Textauswahl werde viel Wert auf eine zeitgemäße Sprache gelegt, die Musik mit Konzertcharakter solle eine tragende Rolle spielen und auch der Einsatz stimmungsvoller Beleuchtung und moderner Medien sei vorgesehen.

Der Pfarreienverbund besteht aus den Pfarreien Eckenhaid, Stöckach-Forth und Weißenohe. Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluss über Landkreis- und Bezirksgrenzen hinweg. Manche Ortschaften liegen im Landkreis Erlangen-Höchstadt in Mittelfranken, die anderen im Landkreis Forchheim in Oberfranken. Die Menschen in der Region arbeiten zumeist in Nürnberg und Erlangen. Die Anzahl der Katholiken ist derzeit rückläufig, die Kirchenbindung bei der älteren Bevölkerung ist noch stärker gegeben als bei der jüngeren.

Die nächsten Gottesdienste sind für den 15. Mai und den 10. Juli geplant. Bei den Gottesdiensten, die nun wieder stattfinden können, sind die Sonderbestimmungen in der Corona-Krise zu beachten. Aktuelle Informationen zur Gottesdienstreihe finden sich unter https://stoeckach-forth. de/eckenhaid/aktuelles/index.html/tueroeffner-erlebnisse/4b90ec25- 7a1c-4c71-9b7d-806a56dc6615?mode=detail.

Das Förderprogramm

Mit dem Förderprogramm "Räume des Glaubens eröffnen" sucht und fördert das Bonifatiuswerk innovative missionarische Projekte in ganz Deutschland. Es will sich so den aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen und Herausforderungen stellen. Ziel ist es, innovative Projekte ausfindig zu machen, die die Lebenswelt der Menschen mit dem Evangelium zusammenbringen.

Als Unterstützung bietet das Hilfswerk seinen Partnern finanzielle Förderung zur Verwirklichung der eigenen Projekte und Vernetzung mit anderen innovativen Projektgruppen. Interessierte erreichen den Projektverantwortlichen Daniel Born unter Telefon 05251/2996-26 oder per E-Mail an daniel.born@bonifatiuswerk.de. red