Poppendorf — Einer lieb gewonnen Tradition zufolge fand vor der idyllisch gelegenen St.-Georgs Kapelle in Poppendorf bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel, das vom Gesangverein Liederkranz Poppendorf ausgerichtete Maiensingen statt. Der Schwerpunkt liegt dabei im Marienmonat Mai auf der Huldigung der Gottesmutter, hauptsächlich durch das Darbieten von Marienliedern. Hierbei werden zu Beginn und am Ende jeweils alle teilnehmenden Chöre und Zuhörer mit einbezogen, wenn die Poppendorfer Musikanten Marienlieder aus dem Gotteslob begleiten.

Mehr Publikum denn je

Vorsitzender Josef Bräunig begrüßte die außergewöhnlich zahlreich erschienenen Gäste und die Teilnehmer. Den Anfang durften die "Poppsternla", der Kinderchor des Liederkranzes Poppendorf machen, die in diesem Jahr ihr 25. Bestehen feiern. Sarah Sharek leitete die jungen Sängerinnen und Sänger mit drei kindgerechten auf dem elektrischen Klavier begleiteten Liedern, wobei sich auch zarte Solostimmen hervor tun durften.
Der einladende Verein Liederkranz Poppendorf, geleitet von Christof Meier, sang dann "O Maria sei gegrüßt" von Max Reger und den Chorsatz "Erhebt in vollen Chören" von dem in Heroldsbach ansässigen Franz Josef Saam. Der Männergesangverein Liederkranz Leutenbach, unter seiner Chorleiterin Estira Nikkhah, huldigte der Gottesmutter als "Herzogin von Franken", einer Volksweise, und mit "Sancta Maria" von Johannes Schweitzer.
Sodann hatte der Landfrauenchor Erlangen-Höchstadt unter Eleonore Marabini seinen Auftritt mit zwei Marienlieder - nämlich "Maria du Schöne" von Erich Sepp und "Glorwürdge Königin" von Ludwig Moritz, bevor Pfarrer Franz Noppenberger ein Mariengebet vorlas.

Bravourös gemeistert

Das Herder-Streichquartett beeindruckte danach durch den bravourös gemeisterten 1. Satz von Mozarts Streichquartett in C-Dur, KV 157, vor der Kulisse des Landfrauenchors, der auf dem mit frischem Grün geschmückten Podest vor der Kapelle auf seinen zweiten Auftritt wartete. Mit "Sancta Maria" von Johannes Schweitzer und "Wenn ich ein Glöcklein wär" von Peter Brettner traf er den Geschmack des Publikums, wie auch der Männergesangverein, der anschließend die Volksweise "Geleite durch die Wellen" und "Stern auf den ich schaue" von Otto Fischer vortrug.Der gastgebende Verein setzte dann nach "Maria Himmelskönigin" von Franz Philipp den absoluten Höhepunkt der Veranstaltung mit dem innig vorgetragenen vom Herder-Streichquartett begleiteten "Ave verum corpus" von Mozart. Teilnehmer und Gäste ließen dieses stimmige Konzert im Gasthaus Dippacher ausklingen. Anita Meier