Norbert Felgenhauer

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der VC Eltmann keinen Antrag auf Aufstieg in die Volleyball-Bundesliga für die Saison 2017/18 stellen. Dieser Antrag müsste bei der Deutschen Volleyball-Liga spätestens am Montag, 3. April, 23.59 Uhr, schriftlich, also beispielsweise auch per Fax, eingehen. Wie der Manager der Oshino Volleys, Rolf Werner, gestern auf Anfrage dieser Zeitung erklärte, ist "Stand jetzt" die Finanzierung eines Bundesligateams für den Verein nicht möglich.
Bei rund 550 000 Euro liegt laut Werners Einschätzung der Etat, der in der 1. Liga erforderlich sei, "und bis zum Betrag, der mindestens notwendig ist, fehlen uns derzeit rund 150 000 Euro", sagte Werner, der auch dem VCE-Vorstand angehört.
Dennoch wollen sich die Eltmanner für den zugegebener Maßen sehr unwahrscheinlichen Fall, dass die Finanzierungslücke noch geschlossen werden kann, die Tür bis zum letzten Moment offen halten. Werner: "Wir werden dann am späten Montagabend einen offiziellen Vorstandsbeschluss fassen."
Keinesfalls, versichert der erfahrene Funktionär, werde der Verein ein finanzielles Risiko eingehen und aufsteigen, ohne dass der erforderliche Finanzrahmen passt. "Da bleiben wir unserer Linie treu, und da ist auch keiner bei uns böse, das haben wir mit allen unseren Partnern so abgesprochen", erklärte er. "Wenn es dabei bleibt, dann freuen wir uns auf eine weitere tolle Saison in der 2. Liga." Was Werner betont: "Wenn es diesmal nicht klappt, heißt das nicht, dass damit das Thema Bundesliga für alle Zeiten in Eltmann erledigt ist. Wir werden weiter daran arbeiten."
Sportlich stünde einem Aufstieg nichts im Wege, denn den Eltmannern, die an diesem Wochenende spielfrei sind, ist die Meisterschaft in der 2. Liga Süd nur noch theoretisch zu nehmen.