Der Schulverband Teuschnitz erfüllt die Grundvoraussetzungen für die Teilnahme am Programm KIP-Schule. Bei einer ersten Bewerbung waren für die Sanierung des Schwimmbades sowie der Stützmauern Schätzkosten in Höhe von 2,1 Millionen Euro gemeldet worden. Das Architekturbüro Schöttner aus Wallenfels wurde mit der Planung beauftragt.
Wie die Vorsitzende, Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU), bei der Schulverbands-Versammlung informierte, fand mittlerweile ein weiteres Gespräch mit Vertretern der Regierung von Oberfranken und des Landratsamtes bezüglich KIP-Schul-Maßnahmen der Landkreisgemeinden statt. Dabei kam der Vorschlag auf, das Projekt zu erweitern, um bei den Sanierungsmaßnahmen für längere Zeit gerüstet zu sein. "Es wurde empfohlen, zwei Bewerbungsbögen einzureichen - für die Sanierung der Schulschwimmhalle sowie für die Neugestaltung Pausenhof mit Zugang für Ganztagsschule", erklärte die Vorsitzende.


Der "Charme" soll weichen

Der Bewerbungsbogen 1 bezieht sich auf die Sanierung der von 1970 bis 1975 errichteten Schulschwimmhalle. Diese weise - so Weber - nicht nur den "Charme" der 70er Jahre aus, sondern sei vor allem dringend sanierungsbedürftig. Geplant ist ein Erweiterungsbau, um einen sicheren Beckenumgang auf der ganzen Fläche zu ermöglichen. Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise ein Erste-Hilfe-Raum und ein Notausgang müssen hergestellt, das Schwimmbecken selbst muss aufgrund seines Alters saniert werden.
Die Schwimmbadnebenräume mit den Umkleidekabinen, Duschen und sanitären Anlagen müssen komplett erneuert werden. Die Elektroinstallation ist wirtschaftlich verbraucht und wird erneuert. Im Kriechkeller müssen die Rohrleitungen ausgewechselt werden. Eine Rauchabzugsöffnung ist erforderlich.
Dringend sanierungsbedürftig ist auch der zur gleichen Zeit errichtete Pausenhof. Geplant ist ein Abbruch der schadhaften Stahlbetonstützmauern und eine Entfernung des den Hang stützenden Nebengebäudes. Hierbei handelt es sich um eine Garage aus Stahlbeton mit Flachdach. Auch die alte Treppenanlage soll abgebrochen werden. Zur neuen Gestaltung der Hangsituation sind Natursteinmauern auf Fundamenten mit einer mittleren Höhe von circa 80 cm mit hangseitiger Drainage auf Schieferbruchsteinmauerwerk vorgesehen. In Anlehnung an den Kräutergarten sollen diese terrassenförmig und mit weichem Schwung den Hang befestigten.
Auf den Mauern sind Schieferabdeckungen geplant. Die entstehenden Flächen zwischen den Mauern werden begrünt und entsprechend der Umgebung gestaltet. Die neue Treppenanlage aus Blockstufen fügt sich in einer Mulde in die Anlage ein.
Die Fläche auf dem oberen Plateau wird ebenso für die Ganztagsschule neu gestaltet. Neben einigen Grünzonen soll auch für Unterrichtszwecke ein kleines Atrium mit Stufen entstehen. Auch die untere Fläche ist aufgrund der Bauarbeiten als Zufahrt neu anzulegen und zu gestalten. Diese verbindet den Schulbereich mit Turn- und Schwimmhalle sowie mit dem Kräutergarten der Arnika-Akademie. Gestalterisch soll dieser Bereich der ehemaligen Stützmauer als sanfter Übergang vom natürlichen Garten zu den kubischen Bauwerken des Schulgebäudes gestaltet werden.


Hoffen auf 90 Prozent Förderung

Im gleichen Zuge sind die Entwässerungsleitungen und die Beleuchtung in diesem Bereich der Anlage zu erneuern. Die Kosten einschließlich Ingenieur-Honorar haben sich damit von circa 0,4 Millionen Euro auf nunmehr circa 0,9 Millionen Euro erhöht. Auch hier hofft man auf eine Förderung über KIP-Schule mit 90 Prozent.
Beiden Bewerbungen stimmte das Gremium in dieser Form zu. "Das ist für das Schwimmbad die Chance", zeigte sich Susanne Daum (CSU/FWG) zuversichtlich.
Die Baumaßnahme ist im Haushaltsplan 2018 noch nicht eingeplant. Sollte sich herausstellen, dass die Maßnahme konkret im Herbst beginnen kann, wird ein Nachtragshaushaltsplan aufgestellt. Über die Berücksichtigung der Bewerbung wird, so die Bürgermeisterin, voraussichtlich im Juli entschieden. Nach Abschluss der Planungen hofft man auf eine Umsetzung im Frühjahr 2019.