Unter anderem um Bauanträge ging es in der Sitzung des Marktgemeinderates in Bad Bocklet. Anita Heilmann hatte einen Antrag auf eine isolierte Befreiung gestellt. Sie will einen Holzsichtschutzzaun auf ihrem Grundstück in der Balthasar-Schmitt-Straße in Aschach errichten. Dem stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.
Auch Christel Leimbeck hatte einen Bauantrag gestellt. Sie beantragte eine Nutzungsänderung, und zwar will sie zwei Wohnungen und drei Ferienwohnungen zu fünf Wohneinheiten umändern, das betroffene Grundstück befindet sich "Am Madenbach" in Bad Bocklet. Christian Horn warf die Frage auf, ob bei dieser Nutzungsänderung nicht auch mehr Parkplätze nachgewiesen werden müssten. "Das werden wir prüfen", so 2. Bürgermeister Andreas Sandwall. Vorbehaltlich der Prüfung der Stellplatzfrage stimmte der Gemeinderat dem Bauantrag einstimmig zu.
Silvia Metz will im Burgweg in Aschach ein Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten errichtet. Dies genehmigte der Gemeinderat einstimmig.
Um die Änderung des Flächennutzungsplans sowie des Bebauungsplans "Kleinfeldlein" ging es in einem weiteren Punkt. Hier will die Firma Wolf-Immobilien einen Wohnpark für seniorengerechtes Wohnen errichten. In der Gemeinderatssitzung am 9. Dezember 2014 wurde schon einmal heftig über diese Maßnahme diskutiert, damals war der Tagesordnungspunkt zurückgestellt worden. In der aktuellen Sitzung hingegen kam es kaum zu Diskussionen über die Sache als solche.


Betreuung vor Ort

2. Bürgermeister Andreas Sandwall sprach davon, dass sich viele Menschen in hohem Lebensalter ein Häuschen wünschten, das nicht zu groß ist und bei dem bei Bedarf auch die Betreuung vor Ort stattfinden könnte. "Die Individualität und die Selbstständigkeit der Senioren soll erhalten werden", so die Philosophie hinter dem Projekt. Optimal sei natürlich die Tatsache, dass sich ein Ärztehaus in unmittelbarer Nähe befindet - sehr gute Bedingungen also. "Dies wird ein zukunftsweisendes Projekt der Gemeinde", erklärte Sandwall.


25 Häuser sind geplant

25 Häuser sollen in diesem Bereich entstehen, notwendig ist die Änderung vom Status des Mischgebiets in den eines Wohngebiets, rund 2,2 Hektar sind von dieser Maßnahme betroffen. Die Kostensituation, die vom Ingenieurbüro Bautechnik Kirchner durchgerechnet worden war, sehe so aus, dass die Erschließung des Gebietes inklusive Kanal, Straßenbau, Straßenbeleuchtung sowie Telekomarbeiten einen Betrag von rund 370 000 Euro kosten werde. Die Bauplätze könnten dann in diesem Bereich verkauft werden.
Kleinere Diskussionen gab es um dem im Bebauungsplan vorgesehenen Spielplatz, der jedoch noch nicht realisiert wurde. Dieses Grundstück könne man ebenso mitverkaufen, wie Sandwall anmerkte - gebe es doch in Bad Bocklet bereits Spielplätze. Auch Geschäftsführer Beck meinte, dass man lieber einen Spielplatz zeitgemäß ausbauen solle als zu viele anzulegen.
Christian Horn äußerte hier Bedenken: "Gerade die auf dem Grundstück vorhandenen Hecken lockern diesen Bereich sehr schön auf", meinte er. Nach Möglichkeit solle man dies erhalten. "Dann stellen wir diesen Punkt erst einmal zurück. Was wir mit diesem Grundstück machen sehen wir dann", erklärte Sandwall.


2017 könnte erstes Haus stehen

Einstimmig stimmte man dem Aufstellungsbeschluss über die Änderung des Flächennutzungsplans sowie des Bebauungsplans "Kleinfeldlein" zu. Dem Wohnpark "55 +" stehe somit nichts mehr im Wege. Grob skizzierte der 2. Bürgermeister das weitere Vorgehen: Mit der Erschließung könne man aller Voraussicht nach im Frühjahr 2017 beginnen, zwischen Mai und Juni 2017 könnte seinen Schätzungen nach das erste Haus stehen.