Für den TS Sonnefeld heißt es am Samstag in der Landesliga, sich so gut wie möglich gegen den FC Eintracht Bamberg zu verkaufen: Es ist das Duell des Ersten gegen den Letzten, das um 14 Uhr im Fuchsparkstadion stattfindet.

"Das Spiel ist nicht ganz ungefährlich. Von der Papierform her rechnet jeder damit, dass die drei Punkte in Bamberg bleiben. Doch auch diese Begegnung muss unser junges Team hochkonzentriert angehen, um möglichst früh in Führung zu gehen - und um dann nachlegen zu können. Wir benötigen Geduld und Kreativität, bis der Bann gebrochen ist", sagt der Bamberger Vereinsvorsitzende Jörg Schmalfuß.

Doch ob es tatsächlich so schwierig für den haushohen Favoriten wird, darf bezweifelt werden, denn der Gegner "pfeift personell sprichwörtlich aus dem letzten Loch", wie Trainer Heiko Schröder bestätigt:

Lange Sonnefelder Ausfallliste

"Basti Brückner fällt den Rest der Serie aus, Demel fehlt mit Muskelfaserriss, Wodniok und Batke berufsbedingt, Günnel wegen Familienfeier. Herring laboriert an einer Zerrung, Müller ist angeschlagen. Kappenberger spielt in der Reserve. Mit den verbleibenden Jungs gilt es, beim Tabellenführer vornehmlich auf Schadensbegrenzung aus zu sein". Schröder sieht die Situation realistisch. Eine weitere deutliche Niederlage ist sehr wahrscheinlich für den TSV.

Der TSV Sonnefeld durchlebt eine Seuchensaison, die ihresgleichen sucht. Nur ein Sieg gelang in 30 Spielen, das führt zu einem unterirdischen Torverhältnis von 16:139. Den Verantwortlichen des TSV war schon vor dem Saisonstart bewusst, dass es eine sehr schwere Runde werden würde. Sie sollten Recht behalten.

Der Abstieg in die Bezirksliga ist bereits unvermeidbar, ein Relegationsplatz nicht mehr erreichbar. Mit 5:1 siegte der FCE im Hinspiel. Vierfacher Torschütze war Patrick Görtler, dazu kam ein Tor von Tobias Linz. Das Ergebnis wirkt zwar klar, allerdings fiel der Treffer zum 2:1 erst nach 62 Minuten.

Auch der FC Eintracht kann die Partie nicht in Bestbesetzung angehen: Tobias Ulbricht schleppt eine Erkältung mit sich herum und wird wohl keine Option sein. Noch gravierender sieht es bei Felix Bube aus, für den die Saison aufgrund einer Oberschenkelzerrung gelaufen sein dürfte.

Was macht die Konkurrenz?

Ein Sieg des FCE gegen den TSV ist auf dem Weg zur Meisterschaft absolute Pflicht. Weiterhin führt Bamberg das Feld an, einen Punkt vor Feucht und drei Zähler vor Neudrossenfeld.

Nächste Woche beim FC Coburg

Auf die Konkurrenz will FCE-Trainer Michael Hutzler aber nicht blicken: "Wir sind auf der Zielgeraden, haben es selbst in der Hand und noch vier Endspiele. Und diese wollen wir alle gewinnen." Nächste Woche gastieren die Domstädter beim FC Coburg. ct/tsc