Neuengrün — Die Soldatenkameradschaft Neuengrün-Schlegelshaid feierte ihr 60-jähriges Wiedergründungsfest, verbunden mit der 25-jährigen Fahnenweihe. Wie Vorsitzender Günther Blumenröther im vollbesetzten Jugendheim sagte, haben elf Teilnehmer des Ersten Weltkrieges und 28 aus dem 2. Weltkrieg am "Flurumgangs-Sonntag" 1954 den Verein wieder gegründet. Schon seit vielen Jahren organisiert der rund 50 Mitglieder starke Verein jährlich einen Tagesausflug. In den vergangenen Jahren habe man auch eine Schießsportgruppe ins Leben gerufen und trainiere regelmäßig.
Bürgermeister Jens Korn (CSU) meinte, dass die Soldaten keine Kriegstreiber und Militaristen waren, vielmehr lag der Frieden schon zu jener Zeit in den Köpfen der Mitglieder. Dies zeige auch die schnelle Gründung der Heimkehrerwallfahrt in Neuengrün, welche zur größten Friedensdemonstration im Frankenwald wurde. Die Soldaten seien mit wahrem Geist für Frieden und Freiheit eingetreten. Der Bürgermeister dankte allen Mitgliedern für die Pflege der Kameradschaft und das örtliche Miteinander. Der Präsident des Landesverbandes, Hans Schiener, wies auf die längste Friedensphase in Deutschland und Europa hin. Die Kameraden stünden füreinander ein und erhielten das wertvolle Gut der Kameradschaft.
Sein besonderer Dank galt dem Vorsitzenden Günther Blumenröther für seinen beispielhaftem Einsatz. Weitere Grußworte sprachen für die Gemeinde Steinwiesen Bruno Beierlorzer, für den Kreis- und Bezirksverband Gottfried Betz sowie für die örtlichen Vereine Gerald Gareis. Die Soldatenkameradschaft Neuengrün-Schlegelshaid zeichnete für 60 Jahre Mitgliedschaft Andreas Wiedel aus. Seit 40 Jahren gehören dem Verein Wilfried Pittroff, Ludwig Dietz, Günther Blumenröther und Ottmar Wiedel an. mw