Das Haus Kellerstraße 12 in Wallenfels ist seit dieser Woche nur noch Geschichte. Es wurde in den letzten Tagen von der Firma Simon abgerissen. Das Gebäude befand sich in einem extrem baufälligen Zustand und stellte zuletzt ein Sicherheitsrisiko dar.

Möglich wurde die Maßnahme durch die Förderoffensive Nordostbayern. Abriss und Neugestaltung werden mit einer 90-Prozent-Förderung unterstützt. Viele Wallenfelser verbinden mit der Adresse Erinnerungen an deren langjährigen Bewohner, dem "Ruädn Zeuß'n Bartl". Er war ein echtes Original, von dem man sich heute noch viele Geschichten erzählt. Seit fast 40 Jahren war das Haus allerdings unbewohnt und verfiel zusehends.

"Wir freuen uns, dass durch diese Maßnahme eine Gefahrenstelle und ein städtebaulicher Missstand beseitigt werden konnte", erklärte Bürgermeister Jens Korn. Zukünftig soll an der Stelle ein kleiner Platz für den Aufenthalt mit Sitzgelegenheit, Bäumen und Pflanzbeeten entstehen: "Wir wollen einen echten Kommunikationspunkt für die Bürgerinnen und Bürger schaffen", so der Wallenfelser Bürgermeister. Nach den Gebäuden am Marktplatz 6, Frankenwaldstraße 1 und Schützenstraße 7 ist dies bereits der vierte Abriss, der aus Mitteln der Förderoffensive Nordostbayern unterstützt wurde. "Das Programm ist für uns Gold wert. Entscheidend sind allerdings nicht nur die Rückbauten, sondern die Nachnutzungen", resümierte Jens Korn. Er dankte der Firma Simon für die schnelle Ausführung und den Nachbarn für ihr Verständnis während der Arbeiten. red