Wie wird das alles weitergehen? Diese Frage stellte Dekan Kilian Kemmer im festlichen Jahresschlussgottesdienst am Silvesterabend in der vollbesetzten Höchstadter Stadtpfarrkirche in den Raum. Gemeinsam mit Kirchenpflegerin Tanja Schwägerl und der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Karola dos Reis Goncalves versuchte Kilian Kemmer auf diese Frage, die alle ganz persönlich wie auch gesellschaftlich und weltpolitisch betrifft, im Rückblick und Ausblick zu antworten: Innere und äußere Erneuerung müssen sich im Leben der Christen und damit im Leben der Kirche entsprechen.
Als äußere Erkennungszeichen benannte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende die über 115 000 Euro an Spendengeldern, die über die Pfarrei an die verschiedensten kirchlichen Hilfswerke und für das Armenienprojekt weitergeleitet wurden. Auch die Kirchenverwaltung sorgt für den äußeren Rahmen der drei Kindertagesstätten, "was die Priorität für Familien und Kinder" zum Ausdruck bringt, wie Tanja Schwägerl an vielen Beispielen aufzeigte.


Begegnungen in der Ökumene

Als Zeichen großer Spiritualität und der Bereitschaft der Pfarrei zur inneren Erneuerung wertete Karola dos Reis Goncalves unter anderem die erfolgreichen Night-Fever-Gebetsnächte der Jugend oder die große Rom-Wallfahrt und das regelmäßige und vielseitige Gottesdienstangebot der Pfarrei. Goncalves erinnerte auch an die herzlichen Begegnungen in der Ökumene mit Lonnerstadts neuem Pfarrer Andreas Sauer oder den Mitgliedern des freikirchlichen Christustreffs. Am gesellschaftlichen Leben habe die Pfarrei unter anderem mit zehn großen geistlichen Konzerten, dem "5nach5"-Angebot im Advent oder dem Freiluftgottesdienst am Kellerberg teilgenommen. Tanja Schwägerl ergänzte die Gedanken mit dem Hinweis auf die Ankunft der indischen Schwestern, die ab dem Frühjahr Dienst im Kreiskrankenhaus St. Anna tun werden.
Abschließend meinte der Dekan, dass die innere und äußere Erneuerung der Pfarrei eine permanente Herausforderung bleibe. "Die Kraft, die uns 2016 beflügelte und auch 2017 stärken wird, heißt Jesus Christus". Das Wissen, alles für ihn und seine Kirche zu tun, lasse Angst und Furcht zugunsten der Hoffnung weichen, so Kilian Kemmer. Ein solches hoffnungsvolles Zeichen setzten schon der mit über 50 Ministranten gefüllte Altarraum der Stadtpfarrkirche und die festliche Musik von Reinhard Döring (Orgel) und Georg Römer (Sopransaxophon). LM