Beim letzten Gottesdienst des Pfingstfestes beschließen die katholischen Christen die österliche Festzeit, indem sie die Osterkerze löschen. Dekan Kilian Kemmer hat die Osterkerze auch nach dem abendlichen Vespergottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Georg gelöscht.

In seiner Pfingstpredigt stellte Dekan Kemmer die Frage, "wer den Heiligen Geist für sich gepachtet hat". In den vielen Zukunftsängsten der Gegenwart würden sich viele Zeitgenossen die Frage stellen, wie es politisch, gesellschaftlich, ökologisch sowie kirchlich und religiös weitergehen soll. Am Anfang der Kirche sei diese Orientierungslosigkeit nach dem Tod und der Auferstehung von Jesus genauso angstbesetzt und sorgenvoll im Raum gestanden, so Kemmer. Nur durch die Priorität des geistlichen Lebens in Gebet und Gottesdienst hätten die ersten Christen herausgefunden, wie Gottes Geist in der Kirche und der Welt wirken kann.

Kemmer betonte, die Koordinaten der Aufklärung zu achten und Freiheit und Verantwortung gegen jede Art des Konformismus und eines unseligen Unschuldswahns ernst zu nehmen. "Zukunft ist dann für alle gut möglich".

In den zurückliegenden Wochen der Osterzeit habe die Pfarrei zahlreiche Angebote im Rahmen der Erstkommunion- oder Firmvorbereitung, bei den drei Bittprozessionen, den Maiandachten oder auf der Schlüsselauer Wallfahrt organisieren können. Für deren Gelingen bedankte sich Dekan Kemmer bei allen Helfern. Für das Armeni-enprojekt, die Caritas, die Fastenaktion Misereor mit Fastenessen und Osterkerzenverkauf, für das diesjährige Projekt der Soli Brot Aktion und andere gute Zwecke spendete die St. Georgspfarrei knapp 19 000 Euro während der Osterzeit, die nun zu Ende ist. red